Redaktion  || < älter 2010/0211 jünger > >>|  

Eine Frage der Abdichtung: Penthouse mit angeschlossenem Teich

(8.2.2010) Penthousewohnungen haben immer noch einen besonderen Charme. Sie verbinden großzügiges Wohnen mit besonderem Ausblick. Nicht selten wird die Wohnung auf dem Dach noch durch eine teilweise umlaufende Terrasse ergänzt. Ein zusätzliches Highlight bietet die Dachterrasse einer Kölner Penthousewohnung mit einem großzügigen Teich.

Zusätzlicher Wohnraum

Ihren Ursprung hatte die 2007 fertiggestellte Dachwohnung im Umbau eines viergeschossigen Verwaltungsbaus in Stahlbeton-Konstruktion und aussteifenden KS-Wänden. Die bis dato als Büro- und Verwaltungsräume genutzten Flächen sollten auf zwei Geschossen in Wohnungen umgewandelt werden. EG und 1. OG blieben davon unberührt, sollten aber in Sachen Gebäudetechnik wie alle anderen Ebenen auch auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Ebenso galt es, die Erschließung des Gebäudes von der Straßenseite aus zu erweitern. Auf dem bisher ungenutzten Dach mit Staffelgeschoss war auf Wunsch des Bauherrn eine Penthousewohnung zu errichten.

Erweiterung in luftiger Höhe

Mit der Planung und Bauleitung beauftragte der Bauherr Dr. Kiepe den Architekten Dipl.-Ing. Rolf Bandus aus Köln. Neben der Umwandlung der zwei Geschosse in Wohnungen stellte sich vor allem der Neubau auf dem Dach als besondere Herausforderung dar. Nach Überprüfung der statischen Gegebenheiten mussten auf dem bisherigen Flachdach zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, um die "neuen" Lasten in die vorhandene Konstruktion einzuleiten.


Hierzu riss man zunächst die vorhandene Kaltdachkonstruktion ab. Neue, zwischen den tragenden Wänden und den Dachrändern verlegte Stahlträger bilden nun die lastabtragende Konstruktion. Die Penthousewohnung selbst wurde in Holzständerbauweise errichtet, was sich sowohl auf die zusätzlichen Lasten als auch auf die Bauzeit positiv auswirkte.

Zur Abdichtung der Dachflächen des Neubaus und des Staffelgeschosses sowie der Restflächen setzte der Kölner Dachdeckerbetrieb Heinrich Gäff GmbH auf die Kunststoff-Dachbahn Rhepanol fk des Mannheimer Flachdachspezialisten FDT FlachdachTechnologie - siehe u.a. "Mehr als 30 Jahre Lebenserwartung für Kunststoff-Dachbahn von FDT bescheinigt" vom 11.11.2005.

Begehbare Dachflächen

Auf dem Dach des Staffelgeschosses sowie dem neu erbauten Holzskelettbau verlegten und fixierten die Fachhandwerker die Kunststoffdachbahn in dem speziellen Klettsystem. Die Restflächen des "alten" Daches dichtete man mit Rhepanol fk, lose verlegt, ab. Kiesbett und Hartholzdielen als Terrassenbelag sorgen für die notwendige Auflast.

Wasserteich auf dem Dach

Damit jedoch war die Arbeit der Dachdecker noch nicht beendet. Denn gemäß dem Wunsch des Bauherrn sollte in die Dachterrasse noch ein Wasserteich integriert werden. Entsprechend musste auf dem bereits abgedichteten Dach eine zusätzliche Konstruktion erstellt werden. Eine Bautenschutzmatte und ein Kunststoffvlies als Trennlage zwischen neuer Abdichtung und Wasserteich schützt die Kunststoffdachbahn.

Zunächst erstellten die Fachhandwerker eine Holzkonstruktion, die als Einfassung die Ränder des Teiches markiert. Gleichzeitig ermöglicht der nach außen hin abgeschrägte Holzrahmen, dass das Wasser aus dem Teich über- und in die "normalen" Dachgullys ablaufen kann. Die Auskleidung und Abdichtung des Teiches selbst erfolgte mit Rhepanol hg. Die heißluftverschweißbare Bahn auf PIB-Basis zeichnet sich vor allem durch ihre Begrünbarkeit aus; sie vereinigt die Eigenschaften von Rhepanol fk mit der für Begrünungen notwendigen Wurzel- und Rhizomfestigkeit gemäß dem bestandenen FLL-Test. Auch vom Werkstoff her entspricht die Bahn der DIN 16731. Verstärkt wird die Gründachbahn durch eine mittige Glasvlieseinlage. Zudem ist eine zusätzliche Nahtversiegelung laut FLL-Prüfzeugnis nicht erforderlich - siehe auch Beitrag "Update Rhepanol hg: Gründachbahn auf Polyisobutylen-Basis" vom 21.5.2008.

Als Abdichtung kommt die Bahn im lose verlegten Schichtenaufbau unter Auflast im Regelfall mit Begrünung zum Einsatz. Ihre hohe Kälteflexibilität bis minus 60° Celsius und die damit verbundene Belastbarkeit bei Kälte sollte sich sowohl bei der Verlegung als auch im jahrzehntelangen Einsatz auf begrünten und genutzten Dächern ideal auswirken. Darüber hinaus ist die Gründach-Bahn hochfest gegen Perforation.

Weitere Informationen zum Teichbau auf Flachdächern bzw. Rhepanol fk und Rhepanol hg können per E-Mail an FDT FlachdachTechnologie angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen: