Redaktion  || < älter 2009/1753 jünger > >>|  

Fertigbauer vermelden gute Zahlen in der Krise

(18.10.2009) Die deutschen Holz-Fertigbauunternehmen können sich in Zeiten der Krise und dramatisch rückläufiger Baugenehmigungszahlen im Eigenheimbau (-6,6% in den ersten 7 Monaten des Jahres) wohl recht gut behaupten. So erwarten die 45 Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) nach einem schwachen Vorjahr für das Jahr 2009 sowohl steigende Umsätze als auch eine höhere Zahl an gebauten Häusern. BDF-Präsident Detlef Bühmann: "Unsere aktuelle Herbstumfrage lässt einen Umsatzanstieg von 4,6% für dieses Jahr erwarten. Die Anzahl der gebauten Häuser wird sogar um 7,6% zulegen." Der Umsatz lag 2008 bei rund 1,1 Mrd. Euro, die Unternehmen bauten im vergangenen Jahr etwa 6.500 Häuser.

Der BDF-Präsident erklärt die positiven Zahlen für 2009 in erster Linie mit der energiesparenden Bauweise der Fertighausunternehmen. Denn die Dämmeigenschaften von Holz würden dazu führen, dass sämtliche Häuser der BDF-Unternehmen Effizienzhäuser sind.

Besonders hoch ist der Marktanteil der Fertigbauweise in Baden-Württemberg, wo mittlerweile jedes vierte neu gebaute Familienheim ein Fertighaus ist. Aktuell liegt der Marktanteil hier bei 23,7 Prozent, was gleichauf mit Rheinland-Pfalz in Deutschland der Spitzenplatz ist.

Insgesamt schätzt der BDF die Rahmenbedingungen für den Neubau in Deutschland derzeit als gut ein. Das historisch niedrige Zinsniveau und die auf Sicht wieder steigenden Energiepreise sollen wieder vermehrt Familien in Wohneigentum investieren lassen. Denn im Vergleich zu anderen Anlageformen stelle Wohneigentum eine dauerhafte und verlässliche Wertanlage dar.

Die positive Grundstimmung der Fertighausindustrie spiegelt sich auch in der Herbstumfrage des Verbandes wider, wonach rund 90 Prozent der Unternehmen von einer gleichbleibenden oder sogar besseren Marktentwicklung ausgehen. "Die Fertigungsanlagen sind heute bereits für das nächste halbe Jahr ausgelastet", so Bühmann.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

ausgewählte weitere Meldungen: