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Modernisierung beschert Rheumaklinik thermisch getrennte Balkone

(16.10.2009) Das Wohlfühlen des Patienten fördert eine schnelle Genesung. Deshalb sollen nach einer Sanierung der Rheumaklinik in Bad Aibling Beachtung (siehe Google-Maps) Doppelbalkone mit integriertem Sichtschutz den Patienten einen zusätzlichen Erholungswert bieten. Neben der schnellen Anbringung der Balkonanlage an die be­stehende Fassade waren die thermische Trennung vom Gebäudebestand sowie der Brandschutz nach Feuerwiderstandsklasse F90 wichtig - und nach der Montage durf­ten die Anschlüsse nicht mehr sichtbar sein. Die Wahl fiel daher auf das von Schöck entwickelte Balkonsystem, das statische Sicherheit und eine thermische Trennung der Balkone vom Baukörper ermöglicht.


Ausgangssituation

Die Sanierungsmaßnahmen der Rheuma-Klinik in Bad Aibling umfassen neben der Mo­dernisierung der Innenräume insbesondere die Neugestaltung der Fassade und eine nachträgliche Montage von insgesamt zehn Balkontürmen mit jeweils vier Doppel­balkonen und einem Fertigteildach.

Der Bauherr, die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern, hatte einige Forderungen bezüglich der Anschlüsse: Sie soll­ten durch optimale thermische Trennung der Balkone unnöti­ge Wärmeverluste verhindern, nach der Montage nicht mehr sichtbar sein und das Anbringen der Balkonanlage erst nach Fertigstellung der Fassade ermöglichen.  Auch die schnelle Montage der Balkone hatte eine hohe Priorität, damit die Patienten nach der Sanierungszeit möglichst schnell in den Genuss der neuen, sehr großzügig bemessenen Balkone kom­men konnten und der Klinikbetrieb nicht unnötig lang durch Lärm gestört war.

Lösung mit integrierter Isokorb-Technologie

Für diese Anforderungen wurde von den Schöck-Ingenieuren ein Anschlusselement entwickelt, das die bewährte Isokorb-Technologie integriert. Sie ermöglicht eine thermische Trennung der Balkone vom Gebäudebestand. Nach außen bekam der Isokorb einen Adapter zur Aufnahme der Balkonplatte und der Stützelemen­te. Damit die Anschlüsse nach der Montage nicht mehr sichtbar sind, sind sie inner­halb der Stirnfläche der Balkone beziehungsweise der Balkonstützen angeordnet. Für die einzelnen Elemente wurde hochwertiger Edelstahl verwendet. Die statische Anfor­derung der Beweglichkeit der Anschlüsse realisieren dabei spezielle Gleitlager. Der speziell für den Stahlbau entwickelte Isokorb "Schöck Isokorb KST" erfüllt die Anfor­derungen an eine effektive Reduzierung der Wärmebrücken bei zugleich hoher stat­ischer Stand- und Ermüdungssicherheit. Das Bauteil verspricht durch seine 80-Milli­meter-Dämmfuge und die Verwendung von Edelstahl mit geringer Wärmeleitfähigkeit eine hervorragende Wärmedämmung.


Der KST sorgt dafür, dass bei üblicher Raumfeuchte kein Tauwasser entstehen kann. Durch die Optimierung der wärmeleitenden Querschnittsfläche reduzieren sich Wärme­brücken auf ein absolutes Minimum. Die Temperaturdehnung innerhalb der äußeren Stahlbetonkonstruktion kann durch die gewählten Anschlüsse ermüdungssicher aufge­nommen werden.

In Bad Aibling wurde mit dem Fertigteilwerk Klaus aus Kissing ein Partner für die Montage der Balkon-Pylone gefunden.  In der ersten Bauphase der Balkonmontage werden die Wandan­schlüsse an die bestehenden Decken montiert - vergleiche auch Beitrag "Energetische Sanierung von Balkonen à la Schöck" vom 20.1.2009.

Nach der Fertigstellung der Fassade werden die Balkone dann an die Anschlüsse angebaut. Hierbei wird zunächst der Stüt­zenpylon aufgestellt und an Anschlusselementen der fünf Geschossdecken befestigt. Das Aufsetzen der Balkonplatten erfolgt von unten nach oben. Diese sitzen mittg auf Konsolen der Stützen auf und seitlich werden sie mit den Anschlüssen verschraubt. In der obersten Ebene wird die Balkonkonstruktion über identische Auflagerpunkte mit einer Fertigteil-Dachplatte abgeschlossen.

Bei der Planung der Balkonanlage war zu beachten, dass alle Anschlüsse der jeweiligen Balkontürme zu einer Gesamtebene ausgerichtet werden mussten. Ein Ausgleich der Toleranzen in der bestehenden Gebäudesubstanz war unerlässlich. Die Stützenpylone wurden dazu im Fundamentbereich passgenau in Köcher eingesetzt. Aufgrund der Län­ge der einzelnen Stützenpylone und der damit verbundenen Temperaturverformungen müssen die Anschlüsse außerdem Dehnungen und Verdrehungen der Konstruktion zwängungsfrei aufnehmen können.


Die Sanierung der Rheumaklinik in Bad Aibling zeigt, dass eine umfassende Erneuerung der Balkonanlage schnell erfolgen und zu einem ansprechenden Äußeren beitragen kann. Die hohe Standardisierung macht sich besonders bei einer hohen Anzahl von Balkonanschlüssen bemerkbar. So bieten die einfache Kalkulation und der einmalige Planungsaufwand enormes Einsparpotential. Die Routine verkürzt zudem die Montage­zeit auf der Baustelle und spart somit weitere Kosten.

Weitere Informationen zu Balkonlösungen können per E-Mail an Schöck angefordert werden.

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