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Nachtstromspeicherheizung versus EnEV 2009

(6.10.2009) 1,5 Millionen Nachtstromspeicherheizungen in Deutschland verursachen allein drei Prozent der deutschlandweiten CO₂-Emissionen. Die neue Energieeinspar­verordnung (EnEV), die am 1. Oktober 2009 in Kraft trat, will das ändern und die Elektroheizungen nach und nach ausmustern.

Bis 2019 müssen Nachtstromspeicherheizungen ausgetauscht werden, die älter als 30 Jahre sind. Solche, die nach 1990 installiert wurden, dürfen noch 30 Jahre weiter­betrieben werden. Auch wenn die klimaschädlichen Elektroheizungen also noch eine Gnadenfrist haben, raten Verbraucherschützer vom Heizen mit Strom ab. "Selbst in Zeiten von Heizöl-Spitzenpreisen - wie im Jahr 2008 - war das Heizen mit Strom eindeutig die teuerste Art, zu Wärme zu gelangen. Heizen mit Strom ist in der Regel weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich", sagt Hans Weinreuter von der Verbrau­cherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. Übrigens: Die KfW-Förderbank unterstützt Ver­braucher bei der Heizungsumstellung. Für jede abgebaute Nachtstromspeicher­heizung zahlt sie 200 Euro.

60.000 Nachtstromspeicherheizungen allein in Essen

Durch den Austausch aller verschwenderischen Speicherheizungen ließen sich in Deutschland 23 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr vermeiden. Eine alternative Gasheizung oder eine moderne Holzpellettheizung mit Solaranlage verursachen nur ein Drittel bzw. ein Zehntel des CO₂-Ausstoßes, und eine Ölheizung immer noch nur halb so viel.

Das größte Sparpotenzial unter den Großstädten haben Essen und Hamburg. 60.000 bzw. 53.000 Nachtstromspeicherheizungen sind dort im Einsatz. In Berlin sind es 30.000, in München noch 27.000. Frankfurt am Main hat die besten Zahlen unter den deutschen Großstädten: Lediglich 8.000 Elektroheizungen drücken dort auf die Klimabilanz.

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