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Fassade vom Metallbauspezialisten als Aushängeschild eines Allrad-Bauers

(24.9.2009) Eine der modernsten Fertigungsstätten für kompakte Baumaschinen ist in Pfullendorf im Kreis Sigmaringen entstanden. Nachdem der frühere Produktionsstandort der Kramer Allrad GmbH im kaum 20 km entfernten Überlingen aus Kapazitätsgründen an seine Grenzen gestoßen war, entschied sich das stark expandierende Unternehmen für einen großzügigen Neubau auf einer Grundstücksfläche von insgesamt 160.000 m² (siehe Google-Maps).

Entstanden sind hier eine hochmoderne Montagehalle mit einem integrierten Hochregallager und einer Lackieranlage auf einer Fläche von 30.000 m² sowie ein Bürogebäude mit ca. 5.000 m² Fläche. Beide Gebäude sind durch Verbindungsgänge miteinander verbunden. Der Verwaltungstrakt beherbergt helle, moderne Büros, eine lichtdurchflutete Kantine und ein Schulungszentrum. An das Gebäude schließt zum Eingang hin ein repräsentativer Showroom an, in dem die allradgelenkten Radlader und Teleskope für die Bauwirtschaft ausgestellt sind.

Die Fassade ist nicht nur das "Gesicht" eines Gebäudes, sondern vermittelt zugleich dem Besucher einen ersten Eindruck. Deshalb legte Kramer Allrad besonderen Wert auf eine attraktive Gebäudehülle - modern und hochwertig, passend zur Corporate Identity des Unternehmens. Verantwortlich für die Planung, Abwicklung und Betreuung des Bauvorhabens war die Letzbor GmbH, die sich Freyler Metallbau als Spezialisten für die Gestaltung und Umsetzung der Fassade an seine Seite geholt hat. Überzeugen konnte Freyler laut eigenen Angaben vor allem mit detaillierten Vorschlägen für Sonderlösungen. "Wir haben die Ideen des Architekten aufgegriffen und gemeinsam Lösungen entwickelt, die der Architektur zugute kommen und die die bauphysikalischen Merkmale positiv beeinflussen", erklärt Stefan Gauss von Freyler Metallbau.

Klassisch elegant ist die Fassade des vierstöckigen Bürogebäudes - eine Glasfassade mit Fensterbändern und Alucobond-Oberflächen. Für eine reibungslose Planungsphase und einen ebensolchen Bauablauf hatte das Kompetenzspektrum von Freyler zu sorgen. So stammen nicht nur die Glasfassade und die Zwischengeschossblenden aus Alucobond von dem Metallbauer aus Kenzingen, auch der außenliegende Sonnenschutz und die Lamellen im Inneren wurden aus einer Hand geliefert. Für den Blendschutz, der auf der Pfosten-Riegel-Konstruktion aufgesetzt ist, hat Freyler ein Sonderprofil entwickelt und realisiert. In den eigens für das Gebäude gepressten Sonderriegel ist der Sonnenschutz so integriert, dass die Konstruktion noch filigraner wirkt.

Auch das 2,50 m auskragende Flugdach, mit dem das Gebäude eingefasst ist, hat Freyler realisiert. "Wir hatten bei der Konzeption immer die komplette Gebäudehülle im Blick und konnten dadurch eine stimmige Gesamtlösung finden", erklärt Stefan Gauss. "Sehr harmonisch war zudem die Zusammenarbeit mit dem Bauleiter, da er bei uns einen zentralen Ansprechpartner für alle Fragen hatte."

Eine besondere konstruktive Herausforderung war der Showroom, der in seinen Dimensionen für Bagger und Gabelstapler ausgelegt sein musste, ohne gleichzeitig wuchtig zu wirken. Vom Architekten wurde die Glasfassade deshalb sowohl mit einem geschwungenen Grundriss geplant, als auch mit einer in der Höhe geschwungenen Form.

Die Fassade des Showrooms besitzt an jeder Stelle eine andere Abmessung, das Dach ist entsprechend geneigt. Der tiefste Punkt der Fassade liegt bei 5,10 m, der höchste bei 8,50 m. Gemeinsam mit dem Architekten hat Freyler aus diesen Vorgaben eine filigrane Fassade entwickelt, die der Metallbau-Spezialist später nach Planmaßen gefertigt und aufgebaut hat. Jede Scheibe im oberen Bereich ist ein individuell berechnetes Trapez mit unterschiedlichen Ausmaßen.

Um die Profile so schlank wie möglich realisieren zu können, wurde die Fassade als hängende Verglasung ausgebildet. Eine Schweißkonstruktion aus Stahl-Sonderprofilen, die am oberen Ende statisch fixiert ist, hält die Scheiben. Diese sich selbst tragende Verglasung hat den Vorteil, nicht zusätzlich stabilisiert werden zu müssen. Die horizontalen Lasten des Daches werden durch zusätzliche Tragelemente unter der Decke in das Primärtragwerk abgeleitet.

Insgesamt zeichnete Freyler Metallbau für etwa 3.300 m² Fassadenfläche mit Sonnen- und Blendschutz (innen und außen) verantwortlich sowie für 1.400 m² Alucobond-Verkleidung.

Weitere Informationen können per E-Mail an Freyler angefordert werden.

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