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Blockheizkraftwerk trifft Flüssiggas

(23.6.2009) Wärme ist ein natürliches Nebenprodukt bei der Stromerzeugung. Mit Blockheizkraftwerken (BHKW), die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen, lässt sich diese Energie höchst effizient zum Heizen verwenden. Mit Flüssiggas betriebene Blockheizkraftwerke können einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreichen - bei der herkömmlichen Stromerzeugung beträgt dieser, ausgehend vom gleichen Energieeinsatz, gerade einmal 40 Prozent. In Kooperation mit dem BHKW-Hersteller SenerTec bietet Primagas nun auch Gewerbetreibenden ein entsprechendes Energiesystem an: "Wer auf Kraft-Wärme-Kopplung und Flüssiggas setzt, kann seine Energiekosten um rund ein Drittel senken", sagt Thomas Landmann, Verkaufsdirektor von Primagas. "Zudem ist Flüssiggas äußerst schadstoffarm. Anlagen, die mit diesem Brennstoff arbeiten, sind extrem umweltschonend."

Im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme in Deutschland entsteht bei Flüssiggas-Blockheizkraftwerken bis zu 50 Prozent weniger Kohlendioxid. Ein Grund, warum die klimafreundliche Energiegewinnung vom Staat besonders gefördert wird: Bei Flüssiggas-Blockheizkraftwerken ist der Brennstoff bis mindestens 2020 von der Energiesteuer befreit. Zudem werden die Anlagen bei der Anschaffung bezuschusst.

Verlockend: Subventionen für das Gewerbe Nicht zuletzt wegen der staatlichen Förderung zahlt sich der Einsatz eines kleinen Flüssiggas-Blockheizkraftwerkes vor allem für Gewerbetreibende aus. Am häufigsten wird in Hotel- oder Gastronomiebetrieben das Modell Dachs F5.5 von SenerTec verwendet. Dieses Mini-BHKW hat eine elektrische Leistung von 5,5 Kilowatt und soll sich bereits ab einer Nutzungsdauer von 5.000 Stunden im Jahr lohnen. Der Staat fördert die Anschaffung gleich doppelt.

  • Im Rahmen des Klimaschutz-Impulsprogramms gewährt er BHKW-Betreibern bei Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen einen Zuschuss von bis zu 7.362,50 Euro. Förderanträge nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entgegen. Eine Umweltprämie von 550 Euro kommt hinzu, wenn das Blockheizkraftwerk mit dem klimafreundlichen Flüssiggas betrieben wird.
  • Zehn Jahre lang gibt es außerdem einen gesetzlichen Bonus von 5,11 Cent für jede erzeugte Kilowattstunde. Für Blockheizkraftwerke, die nach dem 1. Januar 2009 in Betrieb gehen, gilt dies sowohl für selbst genutzten als auch für eingespeisten Strom. BHKW-Betreiber können überschüssigen Strom an die lokalen Stromversorger verkaufen - siehe auch Beitrag "Förderung von KWK-Anlagen seit Januar 2009 neu geregelt" vom 24.3.2009.

Weitere Informationen zu zur Kraft-Wärme-Kopplung mit Flüssiggas können per E-Mail an SenerTec angefordert werden.

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