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Plus 50%: Renaissance der Scheitholzfeuerung

(28.4.2009) Ob Neubau oder Sanierung - die Nutzung von erneuerbaren Energien zur Wärmebereitstellung ist ein Thema, an dem heutzutage kein Planer, Handwerker oder Bauherr mehr vorbeikommt. Zunehmend rücken kostengünstige Heizalternativen mit sicherer Versorgungsperspektive in den Fokus der Akteure. Vor diesem Hintergrund erlebt ein altbekannter heimischer Wärmelieferant eine Renaissance - die Scheitholzheizung.

Vor dem Hintergrund starker Preissprünge fossiler Energieträger erlebt Holz als Brennstoff aktuell einen zweiten Frühling - zumal sich die Scheitholzfeuerung durch moderne Anlagen-Technik inzwischen zu einer komfortablen und zukunftssicheren Heizalternative entwickelt hat. Moderne Scheitholzvergaserkessel bieten heute die Möglichkeit, bei vergleichsweise hohem Bedienkomfort kostenbewusst und energieeffizient den nachwachsenden Rohstoff Holz zur Wärmegewinnung zu nutzen.

Holzvergaser der heutigen Zeit erreichen durch die Trennung von Trocknungs-, Vergasungs- und Ausbrandzone nicht nur zeitgemäße Nutzungsgrade, auch der Umgang mit dem Brennstoff ist wirtschaftlich interessant geworden. Um nämlich eine Drosselung der Verbrennung zu vermeiden, die zu einer ineffizienten und emissionsreichen Verbrennung führen könnte, werden heute Pufferspeicher eingesetzt. So wird nicht nur sichergestellt, dass kein Holz sinnlos verbrannt wird, auch die Intervalle, in welchen der Kessel neu bestückt werden muss, reduzieren sich: Selbst in der Heizperiode muss bisweilen „nur“ zweimal täglich Holz nachgelegt werden. Auch sind die Kessel heute so ausgelegt, dass sie den verschärften Anforderungen des Gesetzgebers im Sinne der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) gerecht werden sollten.

50% mehr Holzvergaserkessel

Die Wiederentdeckung des Energielieferanten Scheitholz in Verbindung mit modernen, umweltsensiblen Feuerungstechniken spiegelt sich auch in den Absatzzahlen der Industrie wieder: 2008 war wieder ein deutlicher Anstieg von ca. 50% beim Absatz von Holzvergaserkesseln im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Übrigens lässt sich die Installation eines Scheitholzsystems im Zuge des staatlichen Marktanreizprogrammes (MAP) fördern: Auf mindestens 1.225 Euro Basisförderung können je nach Bau noch Boni für die Kombination mit Solarthermie, ein Effizienz- oder ein Umwälzpumpenbonus beantragt werden.

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