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Legionellen gegen Chlordioxid. Austragungsort: Geno-Baktox Pro

(27.2.2009; ISH-Vorbericht) Krankheitskeime, wie z.B. Legionellen und Pseudomonas aeruginosa, sind in allen natürlichen Wässern vorhanden. Gefährlich für den Menschen werden diese Keime nur unter ungünstigen bautechnischen Voraussetzungen.

  • Rohr- und Speicherüberdimensionierung,
  • unzureichende Zirkulation,
  • Stagnation sowie
  • Kalkablagerungen oder Korrosion

... können dazu führen, dass eine Massenvermehrung dieser Keime im Trinkwasser erfolgt. Die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH wiederum bietet bereits seit vielen Jahren mit den Anlagen Geno-break IV und Geno-Baktox etablierte Verfahren zur effektiven Trinkwasser-Desinfektion im privaten und gewerblichen Einsatz an. Diese Anlagen sind für den Einbau in Neu- und Altbauten vorgesehen. Nun wird die Produktpalette mit der neuen Chlordioxiderzeugungsanlage Geno-Baktox Pro erweitert. Die Anlage ist in sechs Größenklassen mit einer Behandlungskapazität bis zu 50 m³/h erhältlich. Durch die kompakte Bauweise, einem umfangreichen Steuerelement auf der Vorderseite und die Möglichkeit zu einem einfachen Chemikalienwechsel will die Anlage auch höchsten Ansprüchen beim Bedienkomfort gerecht werden.

Konzipiert wurde die Chlordioxiderzeugungsanlage Geno-Baktox Pro als anschlussfertige, komplett montierte Gestellanlage mit integriertem Mischmodul und Chlordioxid-online-Messung. Der Installationsaufwand ist auf ein Minimum beschränkt, da die Anlage mittels flexiblen Schläuchen direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen werden kann. Grünbeck spricht hier von einer "Plug and Play"-Lösung.

Das verwendete Desinfektionsmittel Chlordioxid liegt im Wasser - ähnlich wie Sauerstoff - gasförmig vor. Seine Reaktivität ist jedoch ca. 2,5 mal größer als die von Chlor. Deshalb können bereits feinste Ablagerungen im System zu Ausgasungen von Chlordioxid führen. Um dies dauerhaft sicher auszuschließen, wird die Erzeugungseinheit mit einem 5 µm Feinstfilter geschützt.

Gegenüber der rein physikalischen Legionellenprophylaxe mittels der Kombination Ultraschall und UV-Licht, umgesetzt beispielsweise im Geno-break IV, können Veränderungen der Wasserzusammensetzung bei der chemischen Desinfektion zu einer potentiellen Korrosionsgefahr führen. Dies gilt für alle Arten der chemischen Desinfektion, so z.B. auch für die Desinfektion mittels Chlor oder Elektrolyseanlagen. Diese Korrosionsgefahr besteht vor allem in Großinstallationen (z.B. in Hotelkomplexen, Krankenhäusern oder Altenheimen), wo es durch stoßweise Entnahmen zur "Wolkenbildung" des Desinfektionsmittels im Rohrleitungssystem kommen kann.

Daher ist die Chlordioxiderzeugungsanlage Geno-Baktox Pro mit einem neu entwickelten und zum Patent angemeldeten Mischmodul ausgestattet. Aufgrund der Vorverdünnung in Kombination mit einer bedarfsgesteuerten Zirkulation soll eine "Wolkenbildung" effektiv verhindert werden. So würden Korrosionsangriffe des Desinfektionsmittels auf das Rohrleitungssystem deutlich minimiert.

Zusätzlich wird die volumenproportionale Dosierung mittels der im Mischmodul integrierten Chlordioxid-online-Messung permanent kontrolliert. Um ökonomisch und ökologisch sparsam mit Trinkwasser umzugehen, wird das Messwasser anschließend als Verdünnungswasser verwendet. Im Vergleich zu Durchflussapparaturen (30 l/h) werden dadurch jährlich ca. 260 m³ Trinkwasser eingespart.

Zur weiteren Kostenreduzierung ist der Messsensor mit einer ebenfalls zum Patent angemeldeten automatischen Reinigung ausgestattet. Durch diese zusätzliche technische Einrichtung sei keine aufwändige manuelle Reinigung bzw. häufige Nachkalibrierung notwendig.

Die Chlordioxiderzeugungsanlage Geno-Baktox Pro kombiniert als "Plug and Play"-Gestellanlage maximalen Schutz und Kontrolle mit gleichzeitig minimalem Aufwand. Somit besteht je nach Anforderungen die Wahl zwischen der permanenten, prophylaktischen Desinfektion mittels Geno-break IV und der nicht permanenten Dauerdosierung mittels Geno-Baktox Pro.

Die Chlordioxiderzeugungsanlage Geno-Baktox Pro ist ab sofort verfügbar.

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