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Neuanfang: Jado Türbeschläge auf der BAU

(20.2.2009; BAU-Bericht) Nachdem Geschäftsführer Franz Werner Jans den Beschlagbereich des Traditionsunternehmens Jado zum 1. Oktober 2007 von American Standard zurückgekauft hatte, präsentierte sich Jado für den Neuanfang selbstbewusst mit einem neuen Stand auf der BAU in München. Der großzügige, fast ausschließlich weiß gestaltete Messestand erschien freundlich und einladend. Die Produkte waren gut ausgeleuchtet und Tafeln informierten über Technik, Referenzen und Designer. Glastürbeschläge wurden elegant auf Glaselementen an den vorderen Ecken des Standes gezeigt. Nicht nur mit dem Messestand, sondern auch mit einem neuen Corporate Design sollte der Marke Jado neuer Glanz verliehen werden.

Neben den bekannten Jado Beschlägen, wie z.B. der von Matteo Thun entworfenen Serie IQ (siehe Beitrag vom 20.7.2006), wurden auch drei neue präsentiert: Das Designbüro Artefakt wurde nämlich beauftragt, zwei neue moderne Griffe und einen wiederbelebten Designklassiker für Jado zu entwickeln - herausgekommen sind ID-9, Loop und Metropol.

Im Interview betonte der alte und neue Geschäftsführer von Jado by Jatec, Franz Werner Jens, dass Jado mit dem neuen Erscheinungsbild auch zeigen will, dass das traditionsreiche Unternehmen wieder präsent ist. "Immerhin geht die Jado-Erfahrung in hochwertiger Metallverarbeitung bis ins Jahr 1890 zurück", erklärte Jens auf der BAU. Damals gründeten sein Großvater und ein Herr Roth in Offenbach bei Frankfurt am Main eine Manufaktur, in der Beschläge für Lederkoffer hergestellt wurden. Später sei man das erste Unternehmen weltweit gewesen, dass Türbeschläge geschmiedet habe. Auch in der Beschichtung der Oberflächen sei Jado immer durch die Vielfalt der Farben führend gewesen. So habe man schon vor zwanzig Jahren zusammen mit Anlagebauern die PVD-Technik für Türbeschläge entwickelt - siehe dazu auch den Beitrag "PVD ermöglicht Armaturen mit Oberflächen im Belle Époque-Stil" vom 21.7.2006.

Für die Kommunikationsgestaltung wurde übrigens bewusst eine junge Design Agentur engagiert - nämlich Wolf & Lamm (Joffrey Jans) aus Berlin. Art Direktor Florian Ludwig, der in erster Linie Kunst- und Ausstellungskataloge gestaltet, will in dem neuen Katalog die Produkte in den Vordergrund rücken und sich von dem gewohnten Jado-Grau auf den Produktseiten trennen.

Kleiner Querverweis: Jado-Armaturen gehören weiterhin zu Ideal Standard respektive American Standard.

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