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Weltneuheit Schüco 2° Concept nutzt Layer-Prinzip

(22.1.2009; BAU-Bericht) Ganz knapp vor der BAU angekündigt, bekam Schücos 2° Concept in München ein Gesicht. "Schüco 2° Concept" ist der Titel eines Gebäudehüllenkonzepts, das als adaptives System bis 2011 zur Marktreife geführt werden soll. Erklärtes Ziel von 2° Concept ist es - nomen est omen -, einen Beitrag zu leisten, die Klimaerhöhung auf zwei Grad zu begrenzen.

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Die Weltneuheit Schüco 2° Concept will/soll alle wesentlichen Funktionen zur Verbesserung der Energiebilanz eines Gebäudes erfüllen und diese mit modernem Design und anspruchsvoller Architektur verbinden. Das Plus für den Klimaschutz: Gegenüber der EnEV 2009 lassen sich im Vergleich mit einem Referenzobjekt rund 80 Prozent der Energie für Heizen, Kühlen und Klimatisieren einsparen.

Wechselspiel der Wände - zwischen Kühle und Wärme

Der Tag hat 24 Stunden. Und ein warmer Sommertag im Juli bietet andere technische Herausforderungen als eine bitterkalte Dezembernacht. Gefragt ist die intelligente Gebäudehülle, die sich diesen unterschiedlichen Gegebenheiten anpasst und sie bestmöglich nutzt. Schüco 2° Concept umfasst opake, also undurchsichtige, lichtundurchlässige Elemente ebenso wie transparente Anteile, die Fensteröffnungen. Das innovative Konzept basiert auf einem Layer-Prinzip: Je nach Bedarf und individuellem Bedürfnis werden Funktionselemente aus dem opaken Bereich vor den durchsichtigen Teil geschoben. So wird immer ein Optimum sowohl in der Energiebilanz des Gebäudes als auch bei Behaglichkeit und Komfort für Bewohner oder Nutzer erzielt.

Aus welchen Elementen besteht Schüco 2° Concept nun im Detail?

  • In der Nacht, wenn nicht nur erhöhte Wärmedämmung sondern darüber hinaus auch Sicherheit und Sichtschutz gefragt sind, kommt das mobile Dämmpaneel zum Einsatz, das dynamische U-Werte ermöglicht.
  • Bei Sonneneinstrahlung dient ein Sonnenschutz zur effizienten Kühllasten-Reduzierung - und das selbst bei hohen Windgeschwindigkeiten von bis zu 30 Metern in der Sekunde.
  • Die Dritte "Haut" bzw. das dritte Layer des adaptiven Konzepts ist ein Dünnschicht-Photovoltaik-Modul zur integrierten Energiegewinnung, das zugleich als semitransparenter Sonnenschutz fungiert.

Als zusätzliche Option ist gedacht, den opaken Teil als thermoaktive Wand zu nutzen. Dabei kommen die Funktionen Wärmedämmung, Heizung und Kühlung, dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Wärmespeicherung zum Tragen. Bei dem neuen Konzept sind Elementgrößen von bis zu sechs Metern in der Breite und drei Metern Höhe möglich. Es ist geplant, die Elemente leicht installierbar vor den Baukörper zu hängen und an diesem zu befestigen.

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