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Premiere für Poroton-Wärmedämmfassade auf der BAU

(21.1.2009; BAU-Bericht) Auf der BAU 2009 in München wurde eine ganz spezielle Möglichkeit der ökologischen Fassadendämmung der Öffentlichkeit vorgestellt: Die Poroton-Wärmedämmfassade (Poroton-WDF) ist eine Art gedämmtes Vormauerwerk (nach DIN 1053-1:1996-11 Abschnitt 8.4.3) aus mit Perlit gefüllten Ziegeln, die vor bestehenden Wänden aufgemauert werden.

Dank der Kombination aus Ziegel und Perlit verfügt die Wärmedämmfassade über einen Wärmeleitwert von 0,065 W/mK und besteht lediglich aus zwei Schichten - nämlich aus ...

  • 18 cm dicken, mit Perlit gefüllten Ziegeln sowie
  • Leichtputz.

Demgegenüber stehen marktübliche Wärmedämmverbundsysteme mit Wärmeleitwerten zwischen beispielsweise 0,043 (Holzfaserdämmung) und 0,022 W/mK (Resol), die oftmals aus mehreren Schichten bestehen, die beim Rückbau eventuell sogar als Sondermüll zu entsorgen sind.

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Für die Poroton-Lösung spricht u.a. auch, dass die Problematik der "Spechtschäden" oder der unsachgemäßen Behandlung von WDV-Systemen dank der massiven, 15 Millimeter dicken Ziegelstege ausgeschlossen werden kann. Auch erweist sich die Wärmedämmfassade im Brandfall als unproblematisch, denn Ziegel sind naturgemäß feuerbeständig und halten höchsten Brandschutzanforderungen stand. Die Poroton-Wärmedämmfassade versteht sich zudem aufgrund ihrer Stabilität im Vergleich zu anderen Systemen als eine sehr langlebige Methode zur Sanierung von Fassaden.

Poroton-WDF bietet sich vor allem für Hauseigentümer an, die sich einmal ganz bewusst für eine Ziegelhaus entschieden haben und auch nach der Fassadensanierung in einem reinrassigen Ziegelhaus wohnen wollen. Gleichwohl werden sie bei Details z.B. von Fenster-, Tür-, und Dach- und Sockelanschlüssen besonders aufmerksam sein müssen, weil sich mit Perlit gefüllte Ziegel einfach nicht so leicht zurechtschneiden lassen wie beispielsweise die Holzfaser- oder Polystyrol-Dämmplatte eines eher klassischen Wärmedämmverbundsystems.

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