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Studenten duschen solar - Erfahrungsberichte

BINE-Projektinfo „Thermische Solaranlagen - Studentenwohnheime“ (06/08)(9.6.2008; Downloadlink zuletzt am 6.9.2015 korrigiert!) Solarthermische Großanlagen (SGA) auf Gebäuden mit einer Vielzahl von Wärmeabnehmern (z.B. in Wohnheimen) und kontinuierlich hohem Wärmebedarf bieten beste Voraus­setzungen, um einen Teil des Wärmebedarfs solar zu decken. Um dies über Jahre wissenschaftlich untersuchen zu können, erhielten Studentenwohnheime in Chemnitz, Freiburg (Breisgau), Leipzig, Magdeburg und Zwickau jeweils eine Solaranlage zur Unterstützung der Warmwasserbereitung. Das BINE-Projektinfo "Thermische Solaranlagen - Studen­ten­wohn­heime" (06/08) stellt Anlagenkonzepte, Langzeiter­fah­run­gen, wirtschaftliche Ergebnisse sowie Praxishinweise für die Auslegung vor.

Die vorgestellten Projekte gehören zum mittlerweile beendeten Förderkonzept „Solarthermie2000“. Dieses sah vor, die Anlagen bewusst knapp zu dimensionieren, um die wirtschaftlichen Ergebnisse zu optimieren und jederzeit Abnahme für die Solarwärme zu haben. Daher lag bei den fünf Studentenwohnheimen der solare Deckungsanteil zwischen 15 und 23%. In der Praxis erfüllten oder unterschritten vier der Anlagen die kalkulierten solaren Nutzwärmekosten. Bis heute zeigt sich, dass die Anlagen auch nach teilweise mehr als zehnjähriger Betriebsdauer gut und weit­gehend störungsfrei funktionieren. Derartige, rein auf solare Warmwasserver­sor­gung ausgelegte Anlagen konnten mittlerweile zur Marktreife geführt werden.


Bild aus dem Beitrag "Enormes Potenzial solarthermischer Großanlagen (un)genutzt!" vom 12.6.2007

Nicht nur Studentenwohnheime, sondern auch Krankenhäuser und Altenheime sowie Mehrfamilienhäuser und Siedlungen sind für große Solaranlagen prädestiniert. Mittlerweile konzentriert sich die Energieforschung auf große Kombi-Anlagen, die neben der Warmwasserversorgung auch Heizwärme beisteuern.

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