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BDH prognostiziert stark steigenden Anteil erneuerbarer Energien im deutschen Wärmemarkt

(23.5.2008) Der Verband der deutschen Heizungsindustrie (BDH) erwartet einen merklichen Bedeutungszuwachs der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt. Spürbar angezogen ist nach Angabe des BDH in den vergangenen Monaten die Nachfrage nach Heizsystemen, die erneuerbare Energien, wie Solar- und Erdwärme oder Holz nutzen. "Stärker nachgefragt wurden insbesondere Systeme, die effiziente Brennwerttechnik und Solarenergie miteinander kombinieren", erläutert BDH-Präsident Klaus Jesse. "Wir erwarten, dass sich dieser Trend durch das Erneuerbare Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) verfestigen wird."

Nach dem Markteinbruch im vergangenen Jahr sei die positive Marktentwicklung im ersten Quartal dieses Jahres nicht zuletzt auch auf das erweiterte Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien zurückzuführen. "Wir begrüßen deshalb, dass die finanzielle Förderung mit dem EEWärmeG für die nächsten Jahre gesetzlich verstetigt werden soll. Damit hätte das 'Stop and Go' in der Förderpolitik der letzten Jahre endlich ein Ende", so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH.

Nun gelte es, den positiven Trend am Heizungsmarkt nicht durch starre gesetzliche Vorgaben zu behindern. Positiv bewertet der BDH deshalb, dass der vorliegende Entwurf des EEWärmeG eine Nutzungspflicht für erneuerbare Energien nur für den Neubaubereich vorsieht. Weitergehende ordnungsrechtliche Vorschriften würden nach Einschätzung des BDH zu einer Verzögerung der überfälligen Investitionen in die Erneuerung des überalterten Heizungsbestands in Deutschland führen.

Am 27.5.2008 wird sich das Bundeskabinett wieder mit dem neuen EEWärmeG befassen. Das EEWärmeG ist Bestandteil des in Meseberg verabschiedeten "Integrierten Energie- und Klimaprogramms" (IEKP) der Bundesregierung. Der Austausch veralteter Heizkessel und die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt spielen für die Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung eine Schlüsselrolle. Denn allein damit könnten nach Angaben des BDH - unter optimalen Rahmenbedingungen - zirka zehn Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland eingespart werden - siehe auch Beitrag "EEWärmeG: Neues Wärmegesetz schafft Richtlinien für Häuslebauer" vom 16.12.2007.

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