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Vakuumisolierverglasung: Neue Aussichten für Fenster

<!---->(18.4.2008; PDF-Download-Link am Ende des Textes zuletzt am 3.9.2015 korrigiert.) Der zunehmend bessere Wärmeschutz von Gebäuden erfordert auch effiziente Fensterkonstruktionen - zumal sich in diesem Bereich in den letzten Jahrzehnten viel getan hat. Sehr gute Dämmwerte erreichen heute beispielsweise Dreifachverglasungen mit Edelgas-Füllung. Eine vergleichsweise neue Entwicklung stellt die Vakuumisolierverglasung dar. Sie verspricht eine exzellente Dämmwirkung und erlaubt vergleichsweise schlanke Konstruktionen bei geringem Gewicht. Die BINE-Projektinfo „Vakuumverglasung: Wenn Vakuum Edelgas ersetzt“ (01/08) stellt die Technik, die aktuellen Forschungsarbeiten sowie die Anwendungspotenziale vor.

Vakuumisolierglas besteht in der Regel aus zwei Glasscheiben in einem geringen Abstand. Der Clou befindet sich im Scheibenzwischenraum: Vakuum. Während bei herkömmlichen Gläsern eine Edelgasfüllung die Wärmeleitfähigkeit reduziert, entfernt die Evakuierung bei dieser Art der Verglasung jegliches Medium, das Wärme und Schall transportieren könnte. Doch diese einfache Idee ist gar nicht so leicht umzusetzen: Geeignete Stützkörper müssen den durch die Evakuierung extrem hohen atmosphärischen Druck auf die Glasscheiben aufnehmen. (Bei Vakuum-Isolations-Paneelen wird übrigens pyrogene Kieselsäure als Stützkörper verwendet.) Entscheidend ist außerdem ein Randverbund der beiden Glasscheiben, der das Vakuum im Scheibenzwischenraum dauerhaft erhält.

Für die geplante Markteinführung der Vakuumisoliergläser 2010 müssen noch Rahmenkonstruktionen entsprechend weiterentwickelt werden. Sie sollen die Wärmebrücke Randverbund überdecken, schlank sowie gut dämmend sein.

Das Projektinfo „Vakuumverglasung: Wenn Vakuum Edelgas ersetzt“ (01/08) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe downloadbar unter bine.info/...

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