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Neuer Ausbildungsberuf: "Holzmechaniker" geht an den Start

(10.7.2006) Pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr, welches am 1. August 2006 startet, geht der neue Ausbildungsberuf "Holzmechaniker" der Holz- und Möbelindustrie an den Start. Wie der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holz verarbeitenden Industrie (HDH), Dirk-Uwe Klaas, mitteilt, wurde die Berufsausbildung für die Facharbeiter der Branche in den vergangenen 2 Jahren neu geordnet, und bekam bereits die offizielle Genehmigung von Bundeswirtschafts- und Bundesbildungsministerium. So werden die Azubis ab diesem Sommer erstmals nach den neuen Grundlagen in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.

Exakt zwanzig Jahre hatte die letzte und nunmehr "alte" Holzmechaniker-Berufsausbildung auf dem Buckel. Klar ist: Nur was wirklich gut ist, kann zwanzig Jahre überdauern. Dennoch hat sich in dieser Zeit einiges verändert: Der Einsatz von Computer gestützten Maschinen und Anlagen ist mittlerweile Alltag und begegnet den deutlich individueller gewordenen Marktanforderungen. Der flexible Einsatz unterschiedlicher Materialien, die aufwändige Gestaltung von Oberflächen oder die konstruktiven Anforderungen an die Holz-Produkte fanden ebenfalls Eingang in die neue Ausbildungsordnung. Um eine größere Flexibilität zu erreichen, wurden die vormals 6 Fachrichtungen auf die beiden neuen Fachrichtungen "Möbelbau und Innenausbau" sowie "Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen" reduziert. In der Fachrichtung Möbelbau und Innenausbau wird neben der Maschinenkenntnis ein besonderer Schwerpunkt bei der Oberflächenbehandlung gelegt und die Qualitätskontrolle betont.

Im Zentrum der Ausbildung stehe der Mensch. Die Holz verarbeitende Industrie ist nach wie vor eine personalintensive Branche, die besonderen Wert auf die Qualifikation ihrer Mitarbeiter legt. Mit der neuen Ausbildungsordnung sollen deshalb nicht nur technische oder werkstoffbezogene Kenntnisse vermittelt werden. Teamorientiertes Arbeiten und Kommunikationsfähigkeit werden als vermeintlich "weiche" Faktoren besonders gefördert. Das Ziel sind selbstbewusste Facharbeiter bzw. Facharbeiterinnen, die nicht nur den eigenen isolierten Fertigungsschritt sehen, sondern in der Lage sind, sich mit Kollegen und Vorgesetzten auszutauschen und dabei in einem ganzheitlichen Ansatz stets ein marktfähiges Endprodukt vor Augen haben.

Klaas: "Wir hoffen sehr, dass die neue Ausbildungsordnung von den jungen Leuten angenommen wird, damit der Branchennachwuchs auf Dauer gesichert bleibt und die Qualität unser Produkte weiter gesteigert werden kann. Denn, wenn wir am Weltmarkt schon nicht die billigsten sein können und wollen, so müssen wir doch die Besten bleiben."

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