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Würth Solar setzt auf Dünnschichtmodule

(27.6.2006) Der Solarmodul-Hersteller Würth Solar, ein Bruder der Würth Solergy,  will in den kommenden Monaten kräftig wachsen und setzt dabei auf die Dünnschicht-Technologie. Im Herbst soll die sogenannte CISfab eröffnen werden, in der Würth Solar eigenen Angaben zufolge als erstes Unternehmen CIS-Solarmodule*) in Großserie produzieren wird: Ab 2007 sind bei Vollauslastung jährlich 200.000 CIS-Solarmodule geplant. Das entspricht einer Produktionskapazität von 14,8 Megawatt. 2007 soll damit der Umsatz des Unternehmens auf 42 Mio. Euro geradezu explodieren. (Zum Vergleich: 2005 hat Würth Solar 5,2 Mio. Euro erwirtschaftet.)

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"Aktuell werden die ersten Maschinen in der CISfab montiert, so dass wir im August einen Probebetrieb starten können", erklärt der Geschäftsführer von Würth Solar Karl-Heinz Groß und verspricht, dass "durch den frühen Beginn einer Großserienproduktion Würth Solar die Innovationsführerschaft nicht nur halten, sondern sogar noch ausbauen" könne. In den Bau der CISfab wurden insgesamt 55 Mio. Euro investiert; 60 neue Arbeitsplätze entstehen.

Dünnschicht-Solarmodule sind zwar allgemein noch nicht so effektiv wie die vergleichbaren Silizium-Widerparts, lassen sich aber weit günstiger herstellen. Würth Solar will bei seinen CIS-Modulen einen stabilen Wirkungsgrad von elf Prozent erreicht haben. Damit sei man auf Augenhöhe mit den kristallinen Modulen - zumal die CIS-Module Groß zufolge ein besonders gutes Schwachlichtverhalten aufweisen.

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*)  Bezeichnung der Solarzelle oder des Moduls an Hand des verwendeten Materials: Kupfer-Indium-Diselenid (engl. CIS). CIS-Zellen sind Dünnschichtzellen, welche aus mehreren Schichten unterschiedlich dotiertem CIS bestehen. Dadurch sinkt der Materialverbrauch und sie sind bei einem hohen Wirkungsgrad relativ preiswert. Vorteil dieser Technologie ist, dass sie im Gegensatz zu den herkömmlichen Modulen ganz ohne den Rohstoff Silizium auskommt, der derzeit Mangelware ist.

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