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Keller - mit Außen- oder Innendämmung?

(12.3.2006) Viele Bauherren, mitunter auch Planer und Baufirmen glauben, im Untergeschoss auf eine Wärmedämmung verzichten zu können. Sie vergessen, dass kalte Kellerwände gerne feucht werden und dann schimmeln. Wärmegedämmte Keller dagegen sind trocken, denn Wärmeschutz ist gleichzeitig Tauwasserschutz. Denn auf warmen Oberflächen kann sich der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf nicht niederschlagen. Bei beheizbaren Kellern fordert die Energieeinsparverordnung (EnEV) zudem immer eine gute Wärmedämmung!

bewohnter Keller

Bei Neubauten ist der Wärmeschutz relativ einfach zu verwirklichen: Entweder bestehen die Kellerwände aus hoch Wärme dämmenden Mauersteinen - also aus modernen Wärmedämmziegeln oder Leichtbetonsteine. Bei schweren Wänden aus Kalksandstein oder Beton hält eine von außen angebrachte Perimeterdämmung die Keller warm. Dient der Keller nur zur Lagerung, sollte die Dämmschicht mindestens 6 cm, bei beheizbaren Kellern mindestens 8 cm dick sein.

Das gleiche gilt für die Kellersohle. Am besten wirkt eine Dämmschicht unter der Kellersohle. Allerdings erfordert das etwas teurere Dämmplatten aus z.B. extrudiertem Polystyrol (XPS), die die Lasten des Hauses abtragen können. Kostengünstiger ist eine Dämmschicht zwischen Bodenplatte und schwimmenden Estrich. Bei dieser Lösung bilden die Ränder zwar Wärmebrücken. Deren negative Wirkung sollte man aber nicht überbewerten.

Innendämmung bei bestehenden Kellern

Kellerräume können auch von innen gedämmt werden. Bei der Wärmedämmung einzelner Räume ist dieses eine preiswerte Alternative, bei der Sanierung alter Keller häufig die einzig mögliche Lösung. Ihr Nachteil ist, dass Wärmebrücken vorprogrammiert sind. Dämmstoffdicken bis 4 cm sind in der Regel unproblematisch. Bei dicken Innendämmungen oder hoher Luftfeuchtigkeit sollte unbedingt raumseitig eine Dampfbremse angebracht sein. Sie verhindert eine Tauwasseranreicherung zwischen Wand und Dämmstoff.

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