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Mauerwerkskongress: Gute Zukunftsperspektiven für den klassischen Mauerwerksbau

(10.11.2005) Über aktuelle Tendenzen im Mauerwerksbau informierten die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. (DGfM) und das Institut für Massivbau der TU Darmstadt während des Deutschen Mauerwerkskongresses 2005 in Darmstadt. Praxisnahe Vorträge von hochkarätigen Referenten zeigten den rund 200 Teilnehmern dabei Vorteile und Zukunftsperspektiven auf  Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die speziell für Architekten, Planer und Unternehmer konzipiert wurde, standen die grundlegenden Veränderungen, die sich durch die Entwicklung neuer Baustoffe und Bauweisen, aber auch durch veränderte Rahmen- und Marktbedingungen im Mauerwerksbau vollzogen haben.

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"Wie kaum ein anderer Bereich im Bau", so Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der DGfM in Berlin bei der Begrüßung der Teilnehmer, "hat sich der Mauerwerksbau in den letzten Jahren signifikant weiterentwickelt. Daraus resultieren neue Anforderungen an alle, die mit Planung und Ausführung von Mauerwerk befasst sind."

Entsprechend bot der Kongress ein umfassendes Spektrum zu theoretischen, praxisbezogenen und politischen Themen. Wichtiger Schwerpunkt war dabei der Einsatz von Mauerwerk bei Neubauten sowie bei Gebäuden im Bestand. So stellte Ministerialdirektor Robert Scholl, Leiter der Zentralabteilung Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Perspektiven für das Bauen im Zeichen des demographischen Wandels vor. Dipl.-Ing. Ulrich Zink, Vorstandsvorsitzender des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung, entwickelte am Beispiel eines konkreten Bauvorhabens eine Gebäudediagnose und Entscheidungskriterien für Ersatzneubauten. Kosten- und energieoptimierte Erlebnishäuser präsentierte Professor Georg Sahner von der Fachhochschule Augsburg und nahm dabei Bezug auf die neuerdings besonders in Ballungsgebieten zu beobachtenden moderaten Anstiegsraten im mehrgeschossigen Wohnungsbau.

Durch neue nationale und europäische Vorgaben für energieeffizientes Bauen ist künftig mit einer verstärkten Nutzung des klassischen Mauerwerks gegenüber Glas-Stahl-Verbund-Konstruktionen zu rechnen. Diese ökologischen sowie die ökonomischen Potentiale von Mauerwerk waren Thema des Vortrags von Professor Dr. Carl-Alexander Graubner, Institut für Massivbau der TU Darmstadt.

Gleich zwei Beiträge beschäftigten sich mit den Zukunftsperspektiven des Mauerwerksbaus: Professor Dr. Konrad Zilch, der den Lehrstuhl für Massivbau an der TU München inne hat, zeigte moderne Entwicklungen und Trends im Produktbereich auf. Professor Dr. Thomas Jocher, Direktor des Instituts Wohnen und Entwerfen der Universität Stuttgart, stellte Beispiele moderner Mauerwerks-Architektur vor.

Daneben wurden in zwei Workshops die Entwicklungen in der Mauerwerksnormung beziehungsweise die aktuellen Normungstrends im Schallschutz diskutiert. Der Workshop "Ausführung" befasste sich mit der CE-Kennzeichnung sowie mit der Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Beide Arbeitskreise boten außerdem Hinweise zu juristischen Fragestellungen und rundeten damit das Spektrum ab.

Sämtliche Kongress-Ergebnisse sind in einem Tagungsband zusammengefasst, der als Sonderausgabe der Zeitschrift "Mauerwerk" erschienen ist. Das 100seitige Kompendium kann zum Preis von 22 Euro bestellt werden bei:

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zumeist jüngere Beiträge, die auf diesen verweisen:

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