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Fraunhofer-Institut für Bauphysik veröffentlicht EnEff-Tool

(24.8.2005) Im Auftrag des Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung entwickelte die Abteilung Wärmetechnik des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) zur Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) bei der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ein Berechnungsprogramm zur DIN V 18599, welches ab sofort kostenlos auf dem Server des Instituts für die Praxisanwendung zur Verfügung steht.

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Im Bereich des Nicht-Wohnungsbaus wurde durch die von der EU-Richtlinie vorgegebene Einbeziehung des Energiebedarfs für Klimatisierung und Beleuchtung eine Revision der EnEV-relevanten Rechenmethoden erforderlich. Dies wurde in Form der neuen technischen Regel DIN V 18599 vollzogen. Mit den in diesem Regelwerk standardisierten Algorithmen für die Bewertung der energetische Qualität der Gebäude inklusive derer installierter Raumkonditionierungssysteme wird im großen Umfang Neuland betreten, ebenso mit der Verrechenbarkeit der Anlagenverluste über die internen Wärmelasten und mit den umfangreichen Rahmenbedingungen für die Berechnung aufgrund der vielfältig möglichen unterschiedlichen Nutzungsprofile bei derartigen Gebäuden.

Aufgrund der größeren anlagentechnischen Komplexität können die in DIN V 18599 dokumentierten Algorithmen und Kennwerte nur zeitaufwändig von Hand in Energiebilanzrechnungen angewendet werden. Daher sind zur praktischen Durchführung von Nachweis-, Wirtschaftlichkeits- und Optimierungsrechnungen geeignete Rechentools erforderlich. Da die Softwarebranche diese, wegen der erst kürzlich abgeschlossener normativer Arbeiten, noch nicht anbietet, hat eben das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) durch sein Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung das Institut mit einer prototyphaften Entwicklung eines elektronischen Rechentools beauftragt, das die Methodik der DIN V 18599 abbildet und exemplarische Anwendungsfälle bewerten kann.

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