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Initiative EnergieEffizienz rät zum stromeffizienten Umgang mit Klimaanlagen

(5.7.2005) Hochsommerliche Temperaturen sind nicht für alle Menschen ein Grund zur Freude. Insbesondere kranke und ältere Menschen leiden unter großer Hitze, und auch in Büro- und Geschäftsräumen wird das Arbeiten durch anhaltend hohe Temperaturen erschwert. Immer häufiger werden deshalb Raumklimageräte installiert. Allerdings können Klimageräte die Stromrechnung deutlich erhöhen.

Ein durchschnittliches Raumklimagerät verursacht rund 46 Euro* Stromkosten pro Monat(!) - das ist in etwa so viel, wie eine Kühl-Gefrier-Kombination in einem ganzen Jahr. Der Stromverbrauch sollte deshalb ein wichtiges Kriterium beim Neukauf eines solchen Gerätes sein, rät die Informationskampagne „Effiziente Stromnutzung in privaten Haushalten“ der Initiative EnergieEffizienz, ein Projekt der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

Hilfestellung in Sachen Energieeffizienz gibt das neue EU-Label, mit dem Raumklimageräte, deren Kühlleistung unter 12 kW liegt, seit Dezember 2004 zu kennzeichnen sind. Es informiert über den Stromverbrauch der Geräte - mit sieben farbigen Pfeilen von „A“ bis „G“ - wobei „A“ für vergleichsweise niedrigen und „G“ für sehr hohen Stromverbrauch steht. Ein Gerät der Klasse „A“ verbraucht, je nach Gerätetyp, etwa 11 bis 15% weniger Energie als ein Gerät, das gerade noch ein „C“ erreicht.

Das Raumklimagerät sollte gleichwohl den jeweiligen persönlichen Anforderungen und Bedürfnissen entsprechen: Ein mobiles Gerät eignet sich für einen flexiblen und kurzzeitigen Einsatz in einzelnen Räumen. Für die Kühlung mehrerer Räume in der Wohnung empfiehlt sich dagegen ein Multisplitgerät, bei dem ein Teil der Klimaanlage außen an der Wand installiert wird. Zu beachten ist, dass die verschiedenen Gerätetypen unterschiedliche Energieeffizienz-Eigenschaften haben.

Ein überlegter Einsatz des Raumklimagerätes sowie das eigene Verhalten reduzieren die Stromkosten. Hier einige Tipps:

  • Das Gerät nicht ununterbrochen und nur nach Bedarf nutzen - z.B. zum Vorkühlen des Schlafzimmers vor dem Schlafengehen.
  • Nachts kann man die Natur für sich arbeiten lassen: In dieser Zeit kühlen geöffnete Fenster das Gebäude kostenlos.
  • Sind die Fensterläden oder außen liegende Jalousien tagsüber geschlossen, heizt sich die Wohnung weniger stark auf - das spart einen beträchtlichen Teil des Stroms zur Kühlung ein.

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*) Annahmen: Mobiles Raumklimagerät mit einer Kühlleistung von 2400 Watt, Leistungsaufnahme 1130 Watt, Energieeffizienzklasse C, acht Stunden pro Tag im Vollbetrieb, 30 Tage im Monat bei einem Strompreis von 17 Cent).

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