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HOESCH an polnische Sanplast-Gruppe verkauft

(22.6.2005) Die HOESCH GmbH & Co. KG, seit Anfang April 2005 in Insolvenz befindlicher Hersteller von Bade-, Dusch- und Whirlwannen sowie Duschabtrennungen und Wellnessprodukten für das Bad aus Sanitäracryl, wird mit Wirkung zum 1. Juli 2005 von der polnischen Sanplast-Gruppe, Strzelno, übernommen.

Sanplast, Marktführer in Osteuropa bei Duschkabinen, Badewannen und Dampfbädern aus Sanitäracryl im unteren und mittleren Preissegment, ist ein Familienunternehmen und gehört den Brüdern Wieslaw und Karol Podraza, die das Unternehmen 1983 gründeten. Der Mittelständler ist ebenfalls in den Bereichen Bodenfliesen (CeramikaGres) sowie Glasverarbeitung (Sanglass) tätig und erzielt einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro an drei polnischen Standorten.

Mit der Übernahme von Hoesch soll eine konsequente und komplexe Marktbearbeitung über alle Segmente und die Nutzung zahlreicher Synergie-Effekte möglich werden. Denn Hoesch ergänzt die Sanplast-Gruppe optimal: Positioniert im Premiumbereich verfügt Hoesch über erhebliche Marktanteile in Deutschland und Westeuropa, fundiertes Know How in Entwicklung und Produktion und nicht zuletzt über die klangvolle Marke HOESCH Design.

Alle Arbeitsplätze bei Hoesch an den Standorten Kreuzau, Andernach und in Namibia bleiben zunächst erhalten. Ebenso unverändert operieren die Hoesch-Vertriebstöchter in der Schweiz und Italien. Produktion und Vertrieb von Hoesch laufen ungestört weiter. Zur zukünftigen Führungsstruktur von Hoesch konnten die Investoren allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage machen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Hoesch erwartet in 2005 einen durch die Insolvenz bedingten Umsatz in Höhe von ca. 55 bis 60 Millionen Euro und beschäftigt zurzeit in Deutschland 358 Mitarbeiter.

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