Redaktion  || < älter 2005/0862 jünger > >>|  

UIA zeichnet Stefan Forster, Werner Sobek und Hermann Sträb aus

(22.5.2005) Die Union Internationale des Architectes (UIA) hat Stefan Forster und Werner Sobek den Sir Robert Matthew Preis für Wohnungsbau 2005 bzw. den Auguste Perret Preis für Technik 2005 zuerkannt. Eine Anerkennung für den Sir Patrick Abercrombie Preis für Stadtplanung 2005 geht außerdem an Hermann Sträb. Die Preise werden alle drei Jahre von dem Architektenweltverband vergeben. Die Verleihung findet am 6. Juli in Istanbul statt.

Dem Frankfurter Architekten Stefan Forster, der den Matthew Preis neben dem chinesischen Architekten Xiaodong Wang erhält, ist im thüringischen Leinefelde etwas Vorbildhaftes - auch für andere Länder - gelungen: Seine Umbauprojekte verfolgen die Absicht, ehemals ortlose Großsiedlungen in identifizierbare Orte zu verwandeln und das uniforme Wohnen der vor 1989 propagierten „einheitlichen sozialistischen Lebensweise“ in ein diversifiziertes Wohnungsangebot zu überführen.

Werner Sobek kann sich über einen Preis freuen, den vor ihm u.a. schon Hans Scharoun, Frei Otto, Günther Behnisch, Santiago Calatrava, Thomas Herzog und Norman Foster erhalten haben. Sobek erregte u.a. Aufsehen mit dem experimentellen Wohnhaus R128 in Stuttgart sowie mit bemerkenswerten Lösungen für filigrane Überdachungen und spektakuläre Messeständen, zum Beispiel für Nautilus, aber auch Möbeln wie einem Flughafenstuhl.

Der Dresdener Architekt Hermann Sträb war von der deutschen Sektion der UIA speziell für seinen Beitrag zur Stadtentwicklung in Leinefelde nominiert worden. Sträb entwickelte für die Südstadt von Leinefelde eine Strategie für die Transformation der sozialistischen Pilotstadt gemäß den Erfordernissen der Marktwirtschaft und des demographischen Wandels.

Prof. Arno Sighart Schmid, Präsident der Bundesarchitektenkammer, zeigte sich in Berlin hoch erfreut vom internationalen Erfolg deutscher Planer: „Ich bin stolz auf Stefan Forster, Werner Sobek und Hermann Sträb. Zugleich unterstreicht dieses Ergebnis die Wirksamkeit unserer internationalen Arbeit.“

siehe auch: