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Deutsche Bergbautechnik als Durstlöscher für Millionen

(22.3.2005) Mit einem Verfahren zur Trinkwassergewinnung aus der Luft, für das inzwischen weltweit alle Patente angemeldet worden sind, kann die Aqua Society, Inc. einen wesentlichen Beitrag zur Wasserversorgung der Weltbevölkerung leisten. Darauf macht das Unternehmen in Herten anlässlich des heutigen von der UNO deklarierten Weltwassertages aufmerksam.

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Aqua Society hat mit "Aquamission" eine Technologie entwickelt, die ursprünglich aus dem deutschen Bergbau stammt und die in der Erdatmosphäre gebundene Luftfeuchtigkeit mittels Kondensation als Trinkwasserquelle erschließt. Zurzeit werden die ersten Geräte in den Vereinigten Arabischen Emiraten einem Langzeittest unterzogen, wobei allein das größte von ihnen (siehe Bild oben) täglich rund 1.000 Liter Trinkwasser produziert und so den Tagesbedarf von 300 Menschen deckt.

Während die Geräte im Bergbau in erster Linie dazu dienen, die Luft zu kühlen - wobei als Nebenprodukt Kondenswasser entsteht, wird das Verfahren bei der Trinkwassergewinnung umgekehrt genutzt: Hier wird zuallererst Wasser gewonnen, das anschließend gefiltert und mineralisiert wird. Nebenbei dient der Kühlprozess zur Klimatisierung von Gebäuden; außerdem wird die Abwärme als zusätzliche Energiequelle genutzt.

Mit dem Weltwassertag am 22. März 2005 beginnt die internationale Dekade "Wasser zum Leben", die bis zum Jahr 2015 das Problem der weltweiten Wasserknappheit thematisieren wird. Die bislang ungenutzte Ressource der Luftfeuchtigkeit - mit rund 5.000 km³ enthält die Atmosphäre rund zehnmal mehr Wasser als alle Flüsse der Welt zusammen - könnte zahlreiche Problemregionen der Welt mit Trinkwasser versorgen.

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