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Anzeichen einer leichten Verbesserung der Auftragslage im SHK-Handwerk

(20.3.2005) Die ca. 50.000 SHK-Betriebe in Deutschland beschäftigen fast 300.000 Mitarbeiter und dazu über 39.000 Auszubildende. Im Jahr 2004 wurde ein Umsatz von ca. 26 Mrd. Euro netto erwirtschaftet. Das SHK-Handwerk hat somit nach wie vor eine hohe volkswirtschaftliche und beschäftigungspolitische Bedeutung.

Die wirtschaftliche Lage im SHK-Handwerk hat sich jedoch nicht grundlegend verbessert, aber es sind Tendenzen einer leichten Erholung zu beobachten. Bereits in der Frühjahrs-Konjunkturumfrage 2004 des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) war der Auftragsbestand in Wochen erstmals seit fünf Jahren auf 4,8 Wochen wieder leicht angestiegen. Diese Tendenz festigt sich laut Herbst-Konjunkturumfrage 2004 nun deutlich. Der durchschnittliche Auftragsbestand in Wochen liegt im Herbst 2004 bei 5,9 Wochen, ein höherer Herbstwert wurde letztmals vor fünf Jahren, d.h. im Herbst 1999 (6,4 Wochen), festgestellt.

Bei der Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage bestätigt sich die These der leichten Erholung insgesamt. Die Geschäftslage als "gut" bezeichneten im Herbst 2004 fast 24% der befragten SHK-Unternehmen. Im Herbst 2003 lag die Zustimmung hier bei nur 17,5%. Im Vergleich zu den vorausgegangenen Umfragen zeigten sich die Befragten insgesamt ähnlich optimistisch bezüglich der Entwicklung der zukünftigen Geschäftslage. 9,3 aller Befragten gaben an, die Geschäftslage werde besser.

Hauptumsatzträger des SHK-Handwerks sind unverändert Renovierung / Modernisierung im Gebäudebestand (75,5%). Die Bedeutung des Neubaubereichs am Gesamtgeschäft hat sich erneut reduziert.

Fast 92% der Befragten erklärten, die Einkaufspreise seien gestiegen. Eine Weitergabe der gestiegenen Einkaufspreise an den Endkunden ist nach wie vor nur einer Minderzahl der Unternehmen möglich. Nur knapp ein Viertel der Befragten gab an, dass auch die Verkaufspreise gestiegen seien. Unverändert besteht damit die Schere zwischen steigenden Einkaufspreisen und tendenziell nicht erhöhbaren Verkaufspreisen weiter. Somit sind Preiserhöhungen der Vorstufen oftmals vom Handwerksbetrieb zu tragen.

Im Rahmen der ZVSHK-Konjunkturumfrage vom Herbst 2004 wurden übrigens Zusatzfragen zum Thema SHK-Fachmessen gestellt. Die Antworten belegen sehr deutlich, dass die ISH in Relation zu den Regionalmessen in den letzten sechs Jahren am häufigsten von den befragten SHK-Unternehmern besucht wurde. An einem Messetag besuchte der SHK-Unternehmer durchschnittlich 15 Stände der Industrie, drei des Großhandels und zwei von EDV- und anderen Anbietern. Für 46% der Befragten ging es um ein Fachgespräch oder eine intensive Beratung, bei 28 der Besuche wurde hingegen nur Informationsmaterial mitgenommen.

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