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Die richtige Reaktion auf einen Kurzschluss

(5.3.2005) Ein lautes Klacken ... und die Lichter sind aus. Die Diagnose: Kurzschluss. Wie kann das passieren? Welche Maßnahmen sind erforderlich? Experten der TÜV Industrie Service GmbH können Antworten geben:

Zwischen unter Spannung stehenden Leitern, die sich aufgrund eines Mangels - z.B. wegen einer defekten Isolierung - berühren, fließt zu hoher Strom, und damit kommt es zu einem Kurzschluss. Entstehen kann er im Leitungsnetz eines Bauwerks, in einer frei verlegten Stromleitung oder einem Mehrfachstecker wie auch in einem Gerät - beispielsweise einer Leuchte, einer Waschmaschine oder einem Bügeleisen. Klassische Gründe sind:

  • Stromleitungen werden über eine Kante verlegt und knicken letztlich ab.
  • Eine Leitung wird angebohrt
  • Es ist Feuchtigkeit im Spiel.
  • Ein Gerät ist defekt und/oder wird unsachgemäß benutzt.

Damit weitere Schäden vermieden werden, löst der Kurzschluss eine Überstromschutzeinrichtung (Sicherung) aus. Allerdings ist auf das Auslösen der Sicherung nur dann wirklich Verlass, wenn die Elektroinstallation vorschriftsmäßig und von einem Fachmann durchgeführt wurde.

Ursache für den Kurzschluss ermitteln

Hat eine Sicherung ausgelöst, sollte zunächst die Ursache für den Kurzschluss gefunden und beseitigt werden. Ist dies ein defektes Gerät, sollte sein Kabel aus der Steckdose gezogen werden. Handelte es sich bei der Überstromschutzeinrichtung noch um eine alte Schmelzsicherung, muss diese ersetzt werden. Dabei ist auf die korrekte Ampere-Zahl zu achten. Handelt es sich dagegen um einen Leitungsschutzschalter mit Kipphebel, muss sich dieser beim ersten Versuch wieder umlegen lassen. Ansonsten besteht noch immer ein elektrischer Fehler. Dann sollte auf jeden Fall ein Fachmann hinzugezogen werde. Das gilt auch, wenn es häufig zum Auslösen von Sicherungen kommt.

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