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Glasarchitektur und Vogelschutz ohne übliche Greifvogelsilhouetten

Vogelschlag, Glasarchitektur, Vogelschutz, Greifvogelsilhouetten, Vogelschutzglas(1.3.2005) Glasarchitektur und Vogelschutz - ein Widerspruch? Als Antwort auf diese provokante Frage stellte die ISOLAR-Gruppe zur Bau 2005 in München das Vogelschutzglas ORNILUX vor.

"Seit mehr als vier Jahren untersuchen die Glaswerke Arnold in einem gemeinsamen Projekt mit dem Max-Planck-Institut für Ornithologie, wie Glasscheiben durch Vögel wahrgenommen werden," erläutert Hans-Joachim Arnold, Lizenzgeber der ISOLAR-Marken den Hintergrund. "In einem eigens zu diesem Zweck entwickelten Verfahren wurde getestet, inwieweit Gartenvögel zwischen ausgewählten Testgläsern und einem Kontrollglas unterscheiden können." Dr. Klaus Huntebrinker, Geschäftsführer der ISOLAR-Glas-Beratung, ergänzt. "Nach unserem Wissen werden mit ORNILUX weltweit erstmals die Resultate innovativer Beschichtungstechnologie auf Glas für den Vogelschutz nutzbar gemacht."

In dem Bericht der Vogelwarte Radolfzell im Max-Planck-Institut für Ornithologie über die Testreihe wird ORNILUX SB1 als wirksamer Prototyp identifiziert. Dieses Glas werde von einer repräsentativen Stichprobe mitteleuropäischer Gartenvögel besser wahrgenommen als herkömmliche Glasscheiben.

Gemäß den bisher durchgeführten Tests, so der Bericht der Vogelwarte, könne ORNILUX SB1 zur Einschränkung von Vogelschlag bereits empfohlen werden an Architekten bzw. Bauträger, die bei Bauprojekten mit größeren Glasflächen Vogelschlag einschränken möchten, aber auf optisch für den Menschen wahrnehmbare, konventionelle Methoden (z.B. Greifvogelsilhouetten oder für den Menschen sichtbare Streifenmuster) von vornherein verzichten möchten.

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