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Projektbericht: Spezialzement für den Schottenbergtunnel in Meißen

(7.12.2004) Ein besonders leistungsfähiges Bindemittel für Spritzbeton kreierte Lafarge Zement für den Schottenbergtunnel in Meißen (siehe Google-Maps). Im universellen KOMBI-Turm *) kann das Werk Karsdorf solche Zemente auf den Punkt genau entwickeln. Für das ausführende Bauunternehmen Züblin ein schlagkräftiges Argument.

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In dem 718 Meter langen Tunnel werden allein rund 18.000 m³ Spritzbeton verbaut. Nach umfangreichen Tests entschied sich Züblin im Wettbewerb mit anderen Zementen, u.a. auch aus Polen und Tschechien, für ein spezielles Bindemittel aus Karsdorf. Dipl.-Ing. Wolf-Rüdiger Wichmann, Abt. Baustofftechnologie von Züblin dazu: "Ich habe noch kein Zementwerk gesehen, das über solche Möglichkeiten verfügt wie Lafarge mit dem KOMBI-Turm *) in Karsdorf. Dort können die einzelnen Komponenten in jeder beliebigen Zusammensetzung nach Wunsch gemischt werden."

Alkalifrei und sparsam

Der eigens für den Schottenbergtunnel in Meißen kreierte Spritzbeton basiert auf nur 340 kg Zement, 70 kg Flugasche und einem alkalifreien Betonbeschleuniger. Das Bindemittel ist ein Portlandhüttenzement CEM II A-S 52,5 R (sp). Trotz des sparsamen Umgangs mit Beschleuniger und Zement rechnet das Unternehmen beim Spritzen mit absolut üblichen Rückprallverlusten von etwa 8%.

Gearbeitet wird von 6.00 Uhr morgens bis 22.00 Uhr abends. Täglich verlängert sich der Tunnel nach 3 oder 4 Sprengungen um etwa 6 Meter. Um ein Lichtraumprofil von rund 120 m² zu erreichen, müssen in der Kalotte etwa 100 Sprengladungen pro Abschlag gesetzt werden. Insgesamt werden rund 120.000 m³ Ausbruchmasse, weitgehend roter Granit, abzutransportieren sein.

Nach Abschluss der reinen bergmännischen Arbeiten erfolgt der Einbau der Tunnel-Innenschale. Dafür werden nochmals rund 20.000 m³ Beton benötigt. Betonlieferant für den Spritz- und Konstruktionsbeton ist die Schüring Beton GmbH. Das Unternehmen gilt als erfahrener Lieferant für Tunnelbauvorhaben. Mitte Juli 2004 war Baubeginn. Ende 2006 soll der neue Tunnel dem Verkehr übergeben werden.

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*) Der Begriff KOMBI-Turm steht für Konfektionieren, Optimieren, Mischen von Bindemittel-Innovationen.

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