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Dachziegel aus dem Windkanal

(10.11.2004) Seit 3000 Jahren decken Menschen ihre Dächer mit Dachziegeln. Kann es da überhaupt noch Innovationen geben? Wenn es sich um den Rubin der Marke Braas handelt, schon. Seine verbesserten Eigenschaften wie Regensicherheit, Gewicht, Flexibilität und Optik wurden in aufwändigen Tests erprobt und über viele Jahre weiterentwickelt. Daraus ist ein flexibler Dachziegel entstanden, der den besonderen Ansprüchen bei einer Dachsanierung entspricht, aber auch für Neubauten Vorteile bringt.

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Um die Eigenschaften der Dachziegel zu beobachten und zu verbessern, testen Experten im englischen Crawley in unternehmenseigenen Windkanälen das Verhalten der Dachziegel. Eine gedeckte Dachfläche wird in den sechs Meter langen und an der Achse komplett drehbaren Kanal geschoben. Die Dachfläche kann dann auf bestimmte Dachneigungen gekippt und das Verhalten bei verschiedenen Wetterbedingungen beobachtet werden.

Wetter aus der Steckdose

Mit einem starken Gebläse, einer Regenanlage und Instrumenten zur Unterdruckerzeugung können extreme Wetterverhältnisse simuliert und die Eigenschaften der Dachziegel beobachten werden. Zum Beispiel wird bei hohen Niederschlagsmengen über die Achse des Windkanals die "Dachneigung" so weit reduziert, bis Wasser durch die Dachziegel dringt. Die geringst mögliche Neigung, die trotz des extremen Niederschlags noch für ein regensicheres Dach sorgt, gibt Auskunft über den niedrigsten Dachneigungsgrad, für den ein Dachziegel geeignet ist.

Innovationen am Rubin

In diesen Tests hat sich der neue Rubin in punkto Regensicherheit bewährt. Besonders die doppelte Kopf- sowie Seitenverfalzung sorgen für ein regensicheres Dach. Auf diese Weise eignet sich der Dachziegel für flach geneigte Dächer bis zu 22 Grad und wird deshalb auch als Flachdachziegel bezeichnet.

Dabei ist der Kopffalz des neuen Rubins laut Hersteller besonders flexibel. Die einzelnen Dachziegel können so aufeinander verschoben werden, dass sie kleine Unterschiede der Lattabstände ausgleichen. Dieses flexible Kopfspiel ist gerade bei älteren Dachstühlen von Vorteil, da dort die Dachflächen häufig uneben sind und die Lattabstände unterschiedlich sein können. Außerdem gilt der Dachziegel besonders leicht und belastet somit die Statik der Dachkonstruktion weniger. Gerade bei Dachumbauten und Sanierungen erleichtern die beiden Verbesserungen die Dachdeckung wesentlich.

Blickfang für Neubauten

Auch bei Neubauten bereichert der neue Rubin die Dachdeckung. Durch die "Verschiebetechnik", entsteht auch bei großen Lattabständen ein ästhetischer Übergang von Ziegelreihe zu Ziegelreihe. Die geschlossene Flächenwirkung unterstreicht den Charakter des Hauses und setzt neue architektonische Akzente.

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