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WALTER BAU-AG und Ed. Züblin AG streben führenden Baukonzern an

  • WALTER BAU-AG wird Anteil an der Ed. Züblin AG auf über 90% aufstocken
  • Züblin-Vorstandschef Prof. Dr. Manfred Nußbaumer soll den Vorstandsvorsitz der WALTER BAU-AG übernehmen
  • Ergebnisverbesserung auf über € 100 Millionen angestrebt

(20.10.2004) Die WALTER BAU-AG wird ihren Anteil an der Ed. Züblin AG auf über 90% aufstocken, indem sie rund 43% des Grundkapitals von der Familie Lenz erwirbt. Die WALTER BAU-AG vereinigt mit DYWIDAG und die Ed. Züblin AG werden - vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien - zu einem marktführenden Baukonzern zusammengeführt. Damit entsteht einer der leistungsfähigsten Konzerne der deutschen Bauindustrie mit einer gemeinsamen Bauleistung von rund 4 Mrd. Euro. Der derzeitige Vorsitzende des Vorstandes der Ed. Züblin AG, Herr Prof. Dr. Manfred Nußbaumer, soll auch den Vorsitz des Vorstandes der WALTER BAU-AG übernehmen.

"Wir bündeln Kompetenzen in Kernmärkten und schaffen damit Wettbewerbsstärke, von der Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter profitieren werden," so Prof. Dr. Manfred Nußbaumer. "Unseren Kunden wird ein breiteres Leistungsangebot und eine umfassende Lösungskompetenz angeboten."

Beide Unternehmen sollen in ausgewählten Märkten und Segmenten ihren eigenständigen Marktauftritt beibehalten. Dadurch soll eine kontinuierliche Betreuung der Kunden durch die bewährten Ansprechpartner sichergestellt werden. Stuttgart bleibe zudem als wesentlicher Standort erhalten und werde neben München als Technologiezentrum des Gesamtunternehmens genutzt.

Ziel der Unternehmensgruppe mit rund 18.000 Mitarbeitern im In- und Ausland ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum in Kernmärkten und Stärkung der langfristigen Ertragskraft. Durch Technologieführerschaft, Konzentration auf Kernkompetenzen, einer effizienteren Organisation sowie einer Stärkung der Einkaufsposition und einer qualifizierten Führungsmannschaft wird eine Verbesserung des operativen Ergebnisses EBIT bis 2008 auf über € 100 Millionen angestrebt. Die Marktposition auf dem deutschen Baumarkt wird gezielt ausgebaut und das internationale Projektgeschäft – besonders Osteuropa und Mittlerer Osten – ausgeweitet.

Die WALTER BAU-AG und die Familie Lenz haben sich dahingehend geeinigt, dass die WALTER BAU-AG die von der Familie Lenz gehaltenen Aktien an der Ed. Züblin AG übernimmt. Über den Kaufpreis wurde mit der Familie Lenz Stillschweigen vereinbart.

Die Finanzierung der Transaktion, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, erfolgt durch ein Bankenkonsortium bestehend aus Deutsche Bank, Bayerische Landesbank, HVB Group und Commerzbank. Das Finanzierungskonzept wird mit den Avalgebern derzeit endverhandelt.

Die weiteren Schritte werden in den zuständigen Gremien behandelt und beschlossen.

zur Erinnerung:

Die Ed. Züblin AG, Stuttgart, zählt zu den großen deutschen Bauunternehmungen mit Niederlassungen und Zweigstellen sowie zahlreichen Beteiligungsgesellschaften in Deutschland und im Ausland. Sie ist auf allen Gebieten des Bauwesens tätig und besitzt stationäre Werke zur Herstellung von Rohren und Fertigteilen aus Stahl- und Spannbeton. Das Unternehmen wurde 1898 durch den Schweizer Ingenieur Eduard Züblin in Straßburg/Elsaß gegründet und hatte kurze Zeit später bereits Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern. Einige dieser Niederlassungen wandelten sich nach 1918 in rechtlich unabhängige Gesellschaften um. Die Ed. Züblin AG mit Sitz in Stuttgart führt die Aktivitäten des Stammhauses seit 1919 in Deutschland weiter. Im Jahr 2003 betrug die Gesamtleistung 1,3 Mrd. Euro, die Mitarbeiterzahl belief sich auf 8.361. ZÜBLIN hat durch seine Innovationskraft und technische Leistungsfähigkeit zusammen mit einer soliden kaufmännischen Basis eine starke Stellung sowohl auf dem deutschen als auch auf dem internationalen Baumarkt. Die Kernkompetenzen liegen im komplexen schlüsselfertigen Bauen und in der Projektentwicklung, in der Realisierung großer Infrastrukturmaßnahmen, im Spezialtiefbau und im Tunnelbau.

Die WALTER BAU-AG vereinigt mit DYWIDAG zählt zu den großen, international tätigen Baukonzernen mit einem breiten Leistungsspektrum. Zu den Kernbereichen gehören der Schlüsselfertigbau, Ingenieurbau, Vorspann- und Geotechnik (DSI-Geschäft), der Verkehrswegebau und der internationale Infrastrukturbau. Baunahe Dienstleistungen wie Planung, Finanzierung, Projektentwicklung und Beteiligung an Betreibermodellen bis hin zum Gebäudemanagement ergänzen das Kerngeschäft. Durch Forschung und Entwicklung im Konzern wird die Technologie-Führerschaft gesichert. Die Ursprünge des Unternehmens gehen auf das Jahr 1865 zurück. Bis zum heutigen Tage erfolgten Zusammenschlüsse unter anderem mit den Unternehmen THOSTI AG, BOWSWAU+KNAUER AG und HEILIT+WOERNER BAU-AG. Der Konzern mit Hauptsitz in Augsburg ist über die hundertprozentige Beteiligungsgesellschaft DYWIDAG International GmbH sowie ausländischen Tochtergesellschaften in ausgewählten Märkten Europas, in Nordamerika und Australien vertreten. Im reinen Bausegment ist die WALTER BAU-AG vereinigt mit DYWIDAG Marktführer in Deutschland. Die Gesamtleistung des Jahres 2003 betrug 3,1 Mrd. Euro, die Mitarbeiterzahl belief sich im Jahresdurchschnitt auf 10.143.

siehe auch:

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