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"Nicht alles, was rot ist und auf dem Dach liegt, sind Dachziegel"

(7.10.2004) Wenn's um die eigenen vier Wände geht, wollen viele Bauherren sich möglichst ausschließlich mit natürlichen Materialien eindecken. Auch bei Sanierungsmaßnahmen steht die keramische Dacheindeckung ganz oben auf der Wunschliste. So konnte der Dachziegel im vergangenen Jahr laut  Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach e.V. seinen Marktanteil bundesweit auf ca. 44% ausbauen. Insgesamt wurden in 2003 rund 792 Mio Stück Dachziegel produziert, ausreichend zur Eindeckung von 264.000 Einfamilienhäusern.

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Gleichwohl: der Marktanteil von Dachziegeln könnte aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft noch größer sein. Denn viele Bauherren holen sich ihrer Meinung nach aus Unkenntnis oder im vermeintlichen Glauben, die Auswahl für Dachziegel getroffen zu haben, Substitutionsprodukte aufs Dach. Der Grund: Den Menschen seit jeher vertraut, wird "Pfanne" oder "Ziegel" als Gattungsbegriff für unterschiedliche Dachbedeckungsmaterialien verwendet - z.B. für Betondachsteine. Doch ein richtiger Dachziegel besteht aus gebranntem Ton. Der Brand ist das Entscheidende; er prägt die Güte und Qualität des Dachziegels. Der Baustoff, der für seinen Besitzer bei 1000 °C durchs Feuer geht, erhält dabei seine typischen Wesensmerkmale, die kein anderes Material aufweisen kann.

Typische Vorzüge des Dachziegels sind allemal hohe Festigkeit, Struktur und Formhaltigkeit, natürliche und dauerhafte Farbigkeit, Beständigkeit und lebendige Ausstrahlung, die im Laufe der Jahre durch die natürliche Patina noch gewinnt. Aufgrund technischer Perfektion und moderner Verfalzungen versprechen Dachziegel höchste Funktionstauglichkeit der Deckung. Darüber hinaus kann die kleinteilige bewegliche Schuppenhaut Temperaturschwankungen und Bewegungen des Dachstuhls spannungsfrei auffangen und dennoch regensicher bleiben.

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