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"Nobelpreis der Betontechnik" an Frank Bellmann verliehen

(2.10.2004) In Fachkreisen gilt er als der "Nobelpreis der Betontechnik" - der Förderpreis Beton, der alle zwei Jahre von Readymix ausgelobt wird. Die Auszeichnung soll die Kreativität junger Ingenieure und Wissenschaftler bei der Weiterentwicklung des Baustoffes Beton und der Betonbauweise anspornen. Nachhaltig und positiv beeinflusste der Förderpreis in der Vergangenheit den Stellenwert des Baustoffes Beton.

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Dr. Stephan Brock, Vorstandsvorsitzender der Readymix AG, überreicht den "Nobelpreis der Betontechnik" an Frank Bellmann.

Im Rahmen einer Feierstunde auf Schloss Hugenpoet bei Essen wurde die diesjährige Auszeichnung in Anwesenheit von Vertretern der Bauindustrie und der Wissenschaft von Dr. Stephan Brock, Vorstandsvorsitzender der Readymix Baustoffgruppe, an Frank Bellmann übergeben. Eine unabhängige Jury unter Leitung von Professor Peter Schießl und der Mitwirkung der Professoren Harald Budelmann, Bernd Hillemeier, Hans-Wolf Reinhardt und Jochen Stark hatte den Preisträger ermittelt.


Preisträger Frank Bellmann (Mitte) mit Professor Jochen Stark, Bauhaus-Universität-Weimar (links), und Peter Schießl von der TU München, der die Laudatio hielt

Frank Bellmann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde der Bauhaus-Universität Weimar. Der Preis, über dessen Vergabe ein unabhängiges Preisgericht renommierter Baustoffprofessoren entscheidet, wird seit 1982 im Abstand von zwei Jahren vergeben. Die Stiftung des Preises erfolgt mit dem Ziel, die baustoffspezifische Entwicklung im Bereich der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung von Beton und Betonfertigteilen voranzutreiben. Der 2004 zum zehnten Mal vergebene Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Mit seiner Arbeit zum "Gefährdungspotential der betonschädigenden Thaumasitbildung" trug Frank Bellmann wesentlich dazu bei, die Ursachen einer bislang unzureichend erforschten Betonschädigung durch das zerstörend wirkende Mineral Thaumasit zu erkennen. Ihm gelang es, die chemischen Einwirkungen bei Einwirkung z.B. sulfathaltiger Wässer auf Beton unter Berücksichtigung der Thaumasitbildung zu beschreiben und das Gefährdungspotential der Thaumasitbildung umfassend aufzuklären.

Mit dieser Arbeit wurden sowohl ein deutlicher wissenschaftlicher Fortschritt auf dem Gebiet der Dauerhaftigkeit von Beton als auch ein wertvoller Beitrag für die Baupraxis erzielt. Genau das war ausschlaggebend für die Preisvergabe.

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