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Ökostrom: Vergütung dreimal so hoch wie Marktpreis

(20.7.2004) Rund 29 (2002: 25) Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Ökostrom verkauften Stromerzeuger im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die damit verbundenen Mehrkosten für die Verbraucher stiegen im gleichen Zeitraum um 19 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

Der Marktwert des eingespeisten Stroms betrug 2003 rund drei Cent je kWh, schätzt der VDEW. Die Einspeiser erhielten nach den gesetzlichen Vorschriften aber mit durchschnittlich 9,13 Cent je kWh eine dreimal höhere Vergütung. (zur Erinnerung: Gemäß PV-Vorschaltgesetz vom Dezember 2003 beträgt allein die Grundvergütung von Solarstromanlagen sogar 45,7 Cent pro Kilowattstunde. Für Solarstromanlagen auf Gebäude-Dächern erhöht sich diese Vergütung je nach Leistungsgröße. Fassaden-Anlagen erhalten zudem einen Bonus von 5 Cent pro Kilowattstunde!)

Seit dem Inkrafttreten des EEG habe sich die Belastung mehr als verdoppelt: Im Jahr 2000 mussten die Verbraucher für die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien noch 0,9 Mrd. Euro bezahlen, berichtet VDEW.

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