Redaktion  || < älter 2004/0931 jünger > >>|  

Bau tritt weitgehend auf der Stelle

(13.7.2004) Die Ergebnisse der Juni-Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes ähneln in starkem Maße denen des Vormonats. So zeigt sich eine befriedigende (saisonübliche) Geschäftslage nur ansatzweise. Diese Bewertung wird von einigen Betrieben für den Wohnungsbau bzw. gewerblichen Bau getroffen. Auch ostdeutsche Tiefbaubetriebe schätzen die aktuelle Geschäftslage mitunter als befriedigend ein. Von den westdeutschen Tiefbaubetrieben wird nur der sonstige Tiefbau in dieser Hinsicht eingestuft. Dominierend bleibt über alle Geschäftsfelder jedoch die Einschätzung einer unbefriedigenden Geschäftslage.

Die Baunachfrage verharrt weitestgehend auf dem Niveau der Vormonats. Dies gilt insbesondere für die Bereiche des Hochbaus. Bemerkenswert erscheint dabei die Stabilisierung der Orderätigkeit im Wirtschaftsbau Westdeutschlands. Dagegen spiegeln sich in den Bewertungen regionale Unterschiede in der Auftragsentwicklung für westdeutsche Straßenbaubetriebe wider, hier berichtet eine nicht unerhebliche Zahl von Unternehmen über rückläufige Auftragseingänge.

Die Bautätigkeit weist im Monatsvergleich keine markanten Veränderungen auf. Im Wohnungsbau und im gewerblichen Bau zeigen sich erneut Belebungen der Produktion, im sonstigen Tiefbau tätige Unternehmen berichten ebenfalls vereinzelt über eine sich belebende Bautätigkeit. Störungen der Produktion werden nach wie vor von Schwierigkeiten im finanziellen Bereich geprägt. Einige Betriebe führen darüber hinaus Engpässe beim Fachpersonal als Grund für Produktionsstockungen an.

Die Auftragsbestände gelten weiterhin als zu gering. Vom im Wohnungsbau und im sonstigen Tiefbau tätigen Betrieben bezeichnen einige ihren Auftragsbestand allerdings als ausreichend. Die durchschnittlichen Reichweiten des Auftragsbestandes zeigen im Vergleich zum Vormonat nur geringfügige Veränderungen. Im Westen reduziert sich die mögliche Beschäftigung im Hochbau nunmehr leicht auf 1,7 Monate, im sonstigen Tiefbau legt sie geringfügig auf 1,7 Monate zu und im Straßenbau verkürzt sie sich auf 1,2 Monate. Die ostdeutschen Betriebe weisen in allen drei Bereichen Auftragsreserven mit einer Reichweite von 1,4 Monaten auf. Gegenüber dem Monat Mai hat sich die Situation damit im Straßenbau und im Hochbau etwas verbessert und im sonstigen Tiefbau etwas verschlechtert.

Schwankungen der Baupreise sind derzeit weder im Westen noch im Osten in nennenswertem Maße feststellbar.

Die Geräteauslastung bleibt verhältnismäßig schwach. In den westdeutschen Betrieben werden die Ausrüstungen im Hochbau mit 58% und im Tiefbau mit 56% genutzt. In Ostdeutschland gestaltet sich die Geräteauslastung mit 48% im Hochbau und 50% im Tiefbau weiterhin noch unbefriedigender.

Die ohnehin geringe Zahl der Optimisten hinsichtlich der Entwicklung in den nächsten drei Monaten nahm gegenüber dem Vormonat ab. Die ebenfalls kleine Zahl der Pessimisten hat eher leicht ab- als zugenommen. Wenn, dann sehen westdeutsche Unternehmen bei der Auftragsentwicklung einen ungünstigen Verlauf. Überwiegend werden die Aussichten für die künftigen Geschäfte, Aufträge und Preise als unverändert (schlecht) eingeschätzt.

siehe auch:

zumeist jüngere Beiträge, die auf diesen verweisen:

ausgewählte weitere Meldungen: