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Novelle des Erneuerbare Energiengesetzes im Bundestag beschlossen

(3.4.2004) Als wichtigen Schritt auf dem Weg in eine neue Energiewirtschaft bezeichnet das Aktionsbündnis Erneuerbare Energien die Beschlüsse des Bundestages zum Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Das Bündnis, in dem sich Mittelstandsverband, Gewerkschaften, kirchliche Gruppen, Erneuerbare-Energien-Verbände und weitere Gruppen zusammengeschlossen haben, rechnet damit, dass mit der Gesetzesnovelle der Ausbau der Erneuerbaren Energien kraftvoll fortgesetzt wird. "Nach den Erfolgen von Windkraft, Wasserkraft und Solarenergie erhalten nun auch die Bioenergie und Strom aus Erdwärme gute Entwicklungschancen", so Reinhard Dalchow, Vorstand der Umweltbeauftragten in der Evangelischen Kirche. Georg Werckmeister (IG Metall): "Damit ist das im Gesetz neu verankerte Ziel, bis zum Jahr 2020 ein Fünftel des in Deutschland verbrauchten Stromes aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen, realistisch erreichbar."

"Der durch das neue EEG geförderte weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien schafft Perspektiven für die zukünftigen Generationen und wird zu einem Gewinn für den ländlichen Raum", sagt Elmar Schäfer, Bundesvorsitzender der katholischen Landjugend. Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas: "Mit Energiepflanzenanbau und Waldrestholzverwertung können in der Land- und Forstwirtschaft jetzt viele tausend Arbeitsplätze gesichert werden."

Wirtschaft und Arbeitnehmer erwarten zudem von den neu gesetzten Anreizen für neue Technologien und von den gesonderten Anreizen zur effizienten Strom-Wärme-Kopplung neue Produktentwicklungen bei Anlagenherstellern und Zulieferbetrieben. "Allerdings gibt die Politik einigen Sektoren wie der Windenergie mit einer deutlichen Absenkung der Vergütung eine harte Nuss zu knacken", so Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie. Dadurch sei für eine Reihe neuer Projekte kein wirtschaftlicher Betrieb mehr erzielbar.

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