Redaktion  || < älter 2004/0201 jünger > >>|  

Dämmen drängt: Bis 2006 müssen auch Altbauten isoliert sein

(20.2.2004) In tausenden Altbauten plagen sich Menschen durch die kalten Monate: Trotz voll aufgedrehter Heizkörper wird es in keinem Raum so richtig warm. Wohnkomfort ist ein Fremdwort und dennoch steigt die Öl- oder Gasrechnung stetig an. Bis 2006 soll damit Schluss sein: Die Energie-Einsparverordnung (EnEV) verlangt, dass ältere Immobilien erhöhte Anforderungen an die Dämmung erfüllen. Isolieren ist also bald Pflicht! Die Regierung fordert aber nicht nur, sie fördert auch - nämlich natürliche Dämmstoffe: Enorme 40 Euro gibt es pro Kubikmeter. Den Zuschuss gibt es jedoch nur bis 31. Dezember 2004.

In Abschnitt 3, Paragraph 9 fordert die EnEV: "Eigentümer von Gebäuden mit normalen Innentemperaturen müssen nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume bis zum 31. Dezember 2006 so dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,30 Watt/(m²K) nicht überschreitet." Für diese Sanierung sind auch Naturbaustoffe, wie etwa Thermo-Hanf gut geeignet: Die Hanffaser enthält kein Eiweiß, daher entfällt eine Imprägnierung des Dämmstoffes. Zudem sind Hanffasern nicht feuchteempfindlich, sehr reißfest und emissionsarm. Das Material lässt sich zudem problemlos einbauen und ist sehr beständig. Ein weiteres großes Plus ist die Umweltverträglichkeit: Hanf ist ein nachwachsender Rohstoff, fossile Ressourcen werden geschont.

Dank der staatlichen Förderung kann sich dieses Jahr jeder Renovierer die nachwachsenden Dämmstoffe leisten: 40 Euro gibt es für jeden verbauten Kubikmeter. Bei einer Altbau-Fläche von 130 Quadratmetern lassen sich so bis zu 1.500 Euro sparen. Diese Regelung ist zunächst auf 2004 beschränkt. Wer laut EnEV dämmen muss, sollte nicht zögern: Es ist kaum anzunehmen, dass angesichts der angespannten Haushaltslage, auch im nächsten Jahr die Fördermittel so üppig fließen werden.

siehe auch:

ausgewählte weitere Meldungen: