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Wirkungsvoll gegen Wärmebrücken an Balkonen vorbeugen

(21.1.2004) Häufig geben Hersteller von Produkten für die Dämmung von baulichen Wärmebrücken den λ-Wert an, also die Kenngröße für die Wärmeleitfähigkeit der verwendeten Materialien. Anders als für flächig verwendete Wärmedämmstoffe eignet sich dieser Wert für die Betrachtung von Wärmebrücken-Dämmelementen nicht und führt zwangsläufig zur falschen - weil zu optimistischen - thermischen Bewertung von Wärmebrücken.

Laut DIN EN ISO 6946 gilt der λ-Wert zum Beispiel nicht für Wärmebrücken-Dämmelemente, die von einer metallischen Schicht durchdrungen werden. Bei Wärmebrücken muss, neben den Materialien und deren thermischen Kenngrößen, die bauliche Einbindung, das heißt die Konstruktion und Geometrie, in die Betrachtung einbezogen werden.

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Seit dem 1. Februar 2002 ist die EnEV in Kraft. Diese regelt unter anderem den rechnerischen Nachweis von Wärmebrücken und bietet dafür drei Verfahren an. Für Dämmelemente wie das HALFEN Iso-Element (HIT), mit dem der Wärmestrom auskragender Balkonplatten wirkungsvoll reduziert werden kann, darf das "Verfahren 2", der so genannte Wärmebrückennachweis nach DIN 4108, angewandt werden. Die HALFEN Iso-Elemente entsprechen exakt den im Beiblatt der DIN 4108 gezeigten Lösungsbeispielen für die Verringerung des Wärmebrückeneffekts von Balkonplatten. Für den rechnerischen Nachweis des Transmissionswärmeverlustes der Wärmebrücke (HWB) wird ein Wärmebrückenkorrekturwert (ΔUWB) angesetzt; im Fall der Balkonplatte beträgt ΔUWB 0,05 W/m² K.

Das Ergebnis der Berechnung zeigt, dass bei Balkonplatten, die mit dem Wärmebrücken-Dämmelement HIT angeschlossen sind, der Wärmebrückeneffekt deutlich reduziert ist und die strengen Anforderungen der EnEV an die Dämmung von Wärmebrücken voll erfüllt werden.

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