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Isolierglasscheiben mit UV-stabilem Silikon-Randverbund und Gasfüllung

(27.11.2003) Der Randverbund von Isolierglasscheiben ist vielfältigen Belastungen ausgesetzt: Bewegungen des Rahmens, Erschütterungen, thermische Ausdehnung und unterschiedliche Druckverhältnisse zwischen der äußeren Umgebung und dem Scheibenzwischenraum beanspruchen die Verbindung der Scheiben. Im Ernstfall kann Wasserdampf in den Scheibenzwischenraum diffundieren. Das Kondensat, das vom Trocknungsmittel im Randprofil nicht mehr aufgenommen werden kann, führt zur "Erblindung". Um diesem Mangel wirksam begegnen zu können, hat UNIGLAS die Vorgänge im Randverbund intensiv untersucht und neue Materialien erprobt.

Ein Großteil der heute erstellten Verglasungen hat hohe funktionale Anforderungen zu erfüllen. So werden verschiedene Gase, z. B. Argon, in die Scheibenzwischen­räume gefüllt, um die schall-, dämm- oder wärmetechnischen Eigenschaften zu verbessern. Diese Gase nicht entweichen zu lassen, ist ebenfalls eine Aufgabe des Randverbunds. Die Maßgaben dazu enthält DIN 1286, T2, zukünftig EN 1279.

Belastung durch UV-Strahlung

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor ist die Belastung des Randverbunds durch ultraviolette Strahlung. Bei manchen Sonderkonstruktionen, bei Fassaden oder - besonders augenfällig - bei Stufenisoliergläsern ist der Randverbund der schädlichen UV-Strahlung ausgesetzt. Bei ungeeigneten Materialien härten die Verklebungen zu stark aus, Versprödungen sind die Folge. Vor allem aber ist die Gasdichtheit nicht mehr gewährleistet.

In Zusammenarbeit mit der Dichtstoffindustrie hat UNIGLAS nun eine Materialkombination entwickelt, die sämtliche Labor- und Praxistests bestanden hat. Das Institut für Fenstertechnik (ift) in Rosenheim erteilte nach eingehenden Prüfungen das Prüfzeugnis. Mit geeigneten, aufeinander abgestimmten Materialien, sorgfältig ausgeführt, widersteht der neue UNIGLAS-Randverbund demnach dauerhaft auch intensiver UV-Belastung, so dass möglichen Reklamationen auf diese Weise wirksam vorgebeugt wird.

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