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Ventilatorkonvektoren: Sonderlösung für hochmodernen Treibhauskomplex

(18.11.2003) Das niederländische Plant Research International (P.R.I.) ist auf dem Forschungsgebiet der Pflanzengenetik ein Institut mit internationalem Renommée. In unmittelbarer Nähe zur Universität Wageningen/NL wurde jetzt vom Institut der Neubau eines zentralen Treibhauskomplexes in Betrieb genommen. Die Ausstattung des so genannten "Proefcentrum Plant de Haaff te Wageningen" zählt zu den fortschrittlichsten in Europa: Separate Forschungskabinen, modernste Laboratorien und effektive Datenmanagementsysteme setzen neue Standards. In der technischen Konzeption war vor allem wichtig, separate Forschungsparzellen in unterschiedlichen Größen und Ausstattungsmerkmalen zu schaffen, um verschiedenste Milieustudien betreiben zu können.

In den beiden errichteten Nord- und Südkomplexen, die durch einen Korridor am Kopfende miteinander verbunden sind, erfolgt die forschungsabhängige Klimaregulierung über einen Zentralcomputer. Dieser regelt beispielsweise CO₂-Werte und Befeuchtungsparameter für jede einzelne Abteilung. Hinsichtlich der Belüftung verhilft ein zentrales Luftbehandlungsgerät zu einer geregelten Temperatur und Außenluftrate in allen Gebäudeteilen. Darüber hinaus wird ebenfalls eine notwendige Düngung automatisch abgewickelt.

Jede der insgesamt 83 Forschungskabinen ist in sich als Minitreibhaus im Treibhaus zu verstehen. Zugunsten einer kontrollierten Wärmezufuhr wurden dabei in 31 Kabinen im südlichen Trakt insgesamt 148 Kampmann Ventilatorkonvektoren (Venkons) eingebaut. Ihre Anzahl pro Kabine variiert entsprechend der Kabinengröße von vier bis zu acht Geräten.

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In der Regel sorgen Kampmann Ventilatorkonvektoren mit den Funktionsmerkmalen Heizen, Kühlen, Lüften und Filtern in Büro-, Geschäfts- und Hotelräumen für eine Wohlfühl-Atmosphäre. Für den ungewöhnlichen Einsatzort im Treibhaus stellte sich der Spezialist für Heizung, Kühlung, Lüftung der Herausforderung, ein Standardgerät entsprechend der individuellen Einsatzumgebung weiterzuentwickeln. In enger Abstimmung mit den Verantwortlichen wurde die Sonderlösung eines Ventilatorkonvektors mit einem Korpus aus seewasserbeständigem Aluminium entwickelt. Seine größere Wandstärke ist der Stabilität ebenso zuträglich wie vergrößerte Standfüße. Stärkere Motoren und spezielle, bedarfsgerechte Elektroinstallationen wie Kabelbaum und Steckverbinder sind in einer Sonderbauform so konstruiert, dass ein ausreichender Schutz für den Einsatz im Feuchtraum besteht.

Jedes Gerät wurde für eine Luftmenge von 1.610 m³/h ausgelegt. Hohe Leistungen und geringe Aufheizzeiten der Ventilatorkonvektoren ermöglichen eine Temperaturspannweite von 15 - 31°C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 - 95% in den Kabinen. Letztere kann von den Venkons jedoch nur indirekt beeinflusst werden. Bei einer Außentemperatur von 30°C ist es möglich, eine Absenkung der Innentemperatur auf 15°C zu erreichen. Darüber hinaus ist eine bedarfsgerechte Anhebung der Innentemperatur auf bis zu 31°C realisierbar. Dabei erfolgt der Luftaustritt ausschließlich nach oben. Die hohe Wärmeleistung im Niedertemperaturbetrieb mache laut Kampmann die Spezialanfertigungen aus dem Hause Kampmann besonders wirtschaftlich und leistungsfähig.

Das Technikkonzept wird mit insgesamt 27 Lufterhitzern TIP 5000, ebenfalls Marke Kampmann, abgerundet. Als Deckengeräte in den Korridoren angebracht stellen sie eine besonders wirtschaftliche Komponente in der zentral steuerbaren Gebäudetechnik des Treibhauskomplexes dar.

Das Gebäudeensemble wurde in einer nur zehnmonatigen Bauzeit realisiert. Dieser ausgesprochen kurze Zeitraum unterstreicht die hohe Kompetenz aller beteiligten Firmen in diesem Metier. Die Kosten beliefen sich auf ca. 23 Millionen Euro, wobei die Ausstattung mit der diffizilen Klimatechnik lediglich einen Anteil von ca. 4,6 Millionen Euro aufwies. Ein nicht minder großer Kostenfaktor stellte die Fassade aus Sicherheitsglas dar, die sich auf ca. 45.000 m² erstreckt.

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