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Studie: 'Sparer' und 'Verschwender' auch im Niedrigenergiehaus

(18.11.2003) Die verbrauchsabhängige Abrechnung ist nach aller Erfahrung ein sehr effizienter Weg, die Heiz- und Warmwasserkosten zu individualisieren und damit die Bewohner zu einem sparsamen Verbrauch zu animieren. Aber was geschieht, wenn sich die Energiekosten bei den heute gegebenen Gebäudestandards (Niedrigenergiehaus, Passivhaus) ohnehin auf einem sehr niedrigen Niveau bewegen? Welchen Einfluss haben die Nutzer dann auf die Energiekosten?

Eine von Viterra Energy Services beim Institut Wohnen und Umwelt IWU (Darmstadt) initiierte Studie gibt eine differenzierte Antwort auf diese Frage. Demnach wird der Heizenergieverbrauch einer Wohnung bei durchschnittlicher Nutzung maßgeblich durch den energetischen Standard des Gebäudes bestimmt - insbesondere durch den baulichen Wärmeschutz. Aber auch der einzelne Nutzer hat immer einen Einfluss auf seinen Verbrauch. Besonders sparsames oder besonders verschwenderisches Verhalten führt auch bei unterschiedlichen Gebäudestandards typischerweise zu Verbrauchsänderungen von über 50%! Klares Ergebnis der Studie ist: die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heizkosten lohnt sich auch im Niedrigenergie- und Passivhaus! Ansonsten zahlt der sparsame Bewohner die Zeche für den Verschwender mit.

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