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Jetzt Umgraben - und Frostgare macht den Boden locker

(3.11.2003) Beim Auflockern des Erdbodens können Mensch und Natur zusammenarbeiten. Mit einem Spaten oder einer Grabegabel lässt sich die Erde zunächst oberflächlich lockern. Der natürliche Prozess der Frostgare besorgt dann den Rest.

Das Wirkungsprinzip ist einfach: Sinkt die Bodentemperatur unter den Gefrierpunkt, verwandelt sich das im Untergrund gebundene Wasser in Eis und dehnt sich dabei aus. Dadurch werden die Erdporen gesprengt und die Scholle zerfällt zu Krümeln. Dieser Prozess lässt sich verstärken, wenn die Erde zuvor umgegraben wird: So kann das Wasser, und mit ihm die Forstgare, in tiefere Bodenschichten vordringen.

Eine Auflockerung des Bodens ist wichtig, um die Durchlüftung der Erde zu verbessern. Außerdem lassen sich so die Lebensbedingungen der Bodentiere verbessern. Andererseits dürfen die Erdarbeiten aber nicht übertrieben werden: Zu häufiges Umgraben führt dazu, dass der Humusgehalt schnell sinkt. Ausgesprochen lockere Böden kommen ohne eine Bearbeitung aus, bei mittelschweren ist der Einsatz einer Grabegabel sinnvoll.

Vorher Unkraut jäten

Schwere Böden werden bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern umgegraben. Gleichzeitig lässt sich frischer Kompost in die Erde einbringen. Zusätzliche Arbeit bereiten die Unkräuter: Viele Arten, zum Beispiel Giersch und Quecken, müssen vollständig entfernt werden. Zerteilt der Spaten lediglich die Wurzeln dieser Unkräuter, wachsen die Pflanzen im nächsten Jahr aus jedem entstandenen Wurzelrest nach.

Wichtig ist, dass die bearbeiteten Böden niemals bloß liegen bleiben. Am besten deckt man sie mit unreifem Kompost oder einer Mulchschicht aus Blättern und gehäckseltem Stroh ab. Auf diese Weise lässt sich eine Auswaschung der Nähstoffe verhindern, und in Frostperioden wird dem Austrocknen vorgebeugt. So ist schließlich dafür gesorgt, dass der Boden lange fruchtbar bleibt.

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