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Bauwirtschaft nach wie vor bedeutender Wirtschaftszweig: 10 Prozent des BIP für Bauinvestitionen verwendet

(8.8.2003) Trotz der anhaltenden Baurezession in Deutschland ist die deutsche Bauwirtschaft nach wie vor einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in seiner Publikation "Die Bauwirtschaft im Zahlenbild 2003" mitteilt, wurden im Jahr 2002 noch immer 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bzw. 213 Mrd. Euro für Bauinvestitionen verwendet. Dies war deutlich mehr als die Hälfte der gesamten Anlageinvestitionen in der Bundesrepublik.

Auch der Beitrag der Baufirmen zum Bruttoinlandsprodukt kann sich nach wie vor sehen lassen: Die Bruttowertschöpfung des Baugewerbes lag 2002 bei 87 Mrd. Euro; dies waren etwa 4,5 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Leistungserstellung. Allerdings hatte der baugewerbliche Anteil zum Höhepunkt der baukonjunkturellen Entwicklung im Jahr 1994 noch 7 Prozent betragen.

Entsprechend wichtig ist der Bau für den deutschen Arbeitsmarkt: Immerhin 2,4 Mio. Erwerbstätige fanden im Jahresdurchschnitt 2002 im Baugewerbe trotz Baukrise Arbeit und Brot. Damit war im Vorjahr jeder dreizehnte Erwerbstätige am Bau tätig. Allerdings war in den letzten Jahren ein deutlicher Aderlass zu beobachten: Seit 1995 gingen in der Branche etwa 800.000 Arbeitsplätze verloren.

Trotz des dramatischen Rückgangs der Bautätigkeit in den neuen Bundesländern ist die Bedeutung der Bauwirtschaft in Ostdeutschland nach wie vor höher als im Westen. Sowohl bei den Bauinvestitionen (Anteil am BIP: 15 Prozent) als auch bei der Bruttowertschöpfung des Baugewerbes (7 Prozent der Gesamtwirtschaft) und bei den Erwerbstätigen (jeder zehnte war am Bau beschäftigt) lagen die Anteilswerte im Jahr 2002 deutlich höher als im früheren Bundesgebiet.

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