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Wasser sparen in der Herrentoilette

(1.8.2003) Keinen Wasserverbrauch und ein Plus an Hygiene - das versprechen die wasserlosen Urinale Waterless-Hettwer. Mit diesen Vorteilen finden die neuen Systeme immer mehr Verbreitung vor allem in kostenbewussten Behörden, Hotels und Gaststätten, Schulen und Unternehmen. Zum Vergleich: Herkömmliche Urinale verbrauchen mindestens drei Liter Wasser pro Spülung.

Das Waterless Urinal-System setzt auf einen weltweit patentierten Spezial Siphon, der gleichzeitig als Filter und Geruchsverschluss dient: Der Urin durchläuft eine biologisch abbaubare Sperrflüssigkeit (Allseal), die die Flüssigkeit passieren lässt und alle Gerüche nach oben abdichtet. Zusätzlich sammelt der Siphon alle festen Bestandteile des Urins und verhindert dadurch Ablagerungen in den Abwasserleitungen.

Das Urinal kommt völlig ohne Wasser aus. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern reduziert enorm die Abwasserkosten. Die Betriebskosten des Waterless sollen im Vergleich nur etwa ein Drittel der Kosten für ein manuelles Spülurinal betragen: Sie fallen ausschließlich für den Siphon an, der je nach Nutzungshäufigkeit - zwei bis viermal im Jahr gewechselt werden muss. Die Anschaffungskosten des Waterless Urinals sind wiederum mit denen eines herkömmlichen Urinals vergleichbar.

Auch hygienische Gründe sprechen laut Hersteller für das wasserlose System: Bakterienkulturen entwickeln sich stets in Verbindung mit Wasser und Körperkontakt. Da Waterless-Urinale ohne keimförderndes Wasser und Drücker funktionieren, sei die Hygiene bei diesen Toiletten besonders gewährleistet.

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