Redaktion  || < älter 2003/0835 jünger > >>|  

Homing auch im Garten ein Trend

(31.7.2003) Wie der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte e.V. (BHB) feststellt, sehen die Gartencenter der Baumärkte trotz allgemeiner Konjunkturflaute für sich weiter gute Absatzchancen. Auch mit dem Geschäftsverlauf 2003 sind die BHB-Mitgliedsunternehmen bisher zufrieden.

Wenn es um ihren Garten geht, zeigen sich die Deutschen keineswegs knauserig. So ließen sie für dieses Hobby 2002 rund 3,7 Mrd. Euro allein an den Kassen der großen Baumärkte (1.000 und mehr qm Verkaufsfläche). Das waren rund 22 Prozent der Gesamtumsätze. Damit konnte die Warengruppe Garten/Camping/Freizeit im Umsatz um 2,7 Prozent gegenüber 2001 zulegen. Und auch in 2003 hält dieser Trend an. So setzten die Baumärkte in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2003 rund 2 Mrd. Euro mit Produkten aus dem Gartensegment um. Das sind 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Stark in der Verbrauchergunst gestiegen ist derzeit alles, was zu Verschönerung, Behaglichkeit und Entspannung in Haus und Garten beiträgt und unter dem Begriff "Homing" zusammengefasst werden kann. Das sind neben Pflanzen, Garten- und Freizeitmöbeln vor allem auch Dekorationen in den verschiedensten Arten, Formen und Materialien. Holz - so in Form von Gartenhäusern, Pavillons und Sichtschutz - wird ganz besonders von den Kunden geschätzt. Auch bei den Outdoor-Möbeln, bisher meist aus Kunststoff, geht der Trend zu Metallen und zu Naturhölzern. Dabei erkennen immer mehr Betriebe die ökologischen Zeichen der Zeit und bieten FSC-zertifizierte Holzprodukte an, d.h. Hölzer aus kontrollierter und nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Zu den Wachstumssortimenten zählt aber auch der gesamte Bereich Wasser im Garten, speziell der Gartenteich: Die immer ausgefeiltere Technik für die Filterung und die Klarwassergarantie sind wichtige Entscheidungskriterien für den Kauf. Sie trägt mit dazu bei, dass der Gartenteich als attraktiver Blickfang und besonderes Naturerlebnis weiterhin auf der Wunschliste vieler Gartenbesitzer weit oben steht.

Um auch künftig auf dem bescheidener wachsenden und hart umkämpften Grünen Markt die Nase vorn zu haben, setzen die BHB-Mitgliedsunternehmen immer mehr auf qualifiziertes Personal, Serviceleistungen, überzeugende Warenpräsentationen und Marktinszenierungen, die den Kunden den Einkauf zum Erlebnis machen sollen.

Und das im Idealfall das ganze Jahr über. Der bunte Veranstaltungsreigen, den viele Handelsunternehmen dafür nutzen, die Frequenz in ihren Märkten zu erhöhen, erstreckt sich längst nicht mehr ausschließlich auf die Frühjahrsmonate. So lenken beispielsweise im Herbst immer häufiger schaurig-schöne Halloween-Dekorationen die Blicke auf sich. Ebenso reagieren die Gartenmärkte auf den verstärkten Wunsch vieler Kunden nach zusätzlichen Serviceleistungen. Laut einer Umfrage durch das Institut für Freizeitwirtschaft, München, sind 92 Prozent der Selbermacher der Auffassung, das Angebot eines Lieferservices solle für einen Heimwerker- und Gartenfachmarkt unbedingt dazugehören oder sei zumindest für diesen Vertriebstyp gut vorstellbar.

Bei ihrer Markenpolitik bauen auch die Handelsunternehmen der DIY-Branche immer mehr auf Exklusivprodukte und Eigenmarken, die sich nach Feststellung der Betriebe neben den Herstellermarken gut entwickeln.

siehe auch:

zumeist jüngere Beiträge, die auf diesen verweisen:

ausgewählte weitere Meldungen: