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Preisverleihung zum KfW-Award "Flexibles Wohnen"

(27.5.2003) Mit einer feierlichen Verleihung wurden am Montag abend die Preisträger des KfW-Award "Europäisch Leben - Europäisch Wohnen" in der KfW-Niederlassung Berlin von Ingrid Matthäus-Maier, Mitglied des Vorstands der KfW, und dem Schirmherrn des Preises, Professor Hans Kollhoff, ausgezeichnet. Der in 2003 erstmals ausgeschriebene bundesweite Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema "Flexibles Wohnen", um damit dem Aspekt der gestiegenen Anforderungen unserer Gesellschaft nach Mobilität und Flexibilität zu begegnen. Auffällig ist, dass vier der fünf Preisträger aus Berlin-Brandenburg stammen und dass alle prämierten Objekte kostengünstige Lösungen aufzeigen, die sich auch für niedrige und mittlere Einkommensschichten eignen.

"Europäisch Leben - Europäisch Wohnen"

"In einem zusammenwachsenden Europa verändern sich die Anforderungen an das Wohnen, was wiederum unseren Markt in Deutschland beeinflusst. Wir wollen mit dem KfW-Award Impulse zur Belebung des Wohneigentums in Deutschland geben und damit unserer gesellschaftlichen und unternehmerischen Aufgabe entsprechen", sagte Ingrid Matthäus-Maier. "Der Wettbewerb wendet sich direkt an den privaten Bauherren oder Eigentümer, weil die KfW sich damit unmittelbar mit den Wünschen und Vorstellungen ihrer Kunden auseinandersetzen kann."

Die Preisträger

"Die mit dem KfW-Award ausgezeichneten Wohnobjekte, sind vorbildhafte Lösungen, die zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Ingrid Matthäus-Maier. Den mit 10.000,- Euro dotierten ersten Preis erhielten Stephan und Elisabeth Steuber für ihr freistehendes Einfamilienhaus in Kleinmachnow bei Berlin. Dieses Haus besticht durch seine intelligente und gleichzeitig einfache Architektur, die zugleich in hohem Maße den Anforderungen nach Flexibilität entspricht. Es wurde eine räumliche Konzeption entwickelt, die den Wünschen und Bedürfnissen der Zielgruppe "Ehepaar mit 3 Kindern" entspricht und die gleichzeitig gewissermaßen als Rahmen auch die Entwicklungs- und Veränderungsmöglichkeiten der Familie mit berücksichtigt....

Mit dem zweiten Preis würdigte die Jury den Umbau eines elektrischen Stützpunktes in Berlin-Wedding zu einem Wohn- und Atelierhaus. Dieses überzeugt besonders durch die Zurückhaltung in der Grundrissplanung, welche die Realisierung unterschiedlicher Raumkonzepte ermöglicht. Mit der bewussten Kombination von alt und neu zählt dieses Wohnobjekt zu den beispielhaften Lösungen des Bauens im Bestand.

Der dritte Preis ging an die Eigentümergemeinschaft Abcarius, Burns und Wolff, deren Neubau mit Eigentumswohnungen eine gelungene Integration in die historische Baukultur der Spandauer Vorstadt (Berlin) darstellt. Interessant ist hier die mögliche Einbeziehung des öffentlichen Raums in die private Wohnung und umgekehrt, was ein besonderes Zeichen von Flexibilität und Offenheit aufzeigt.

Bei dem mit dem vierten Preis ausgezeichneten Berliner Reihenhaus der Bauherrengruppe "Die Rummelsburg", vertreten durch Matthias und Katrin Beyer, handelt es sich um ein vorbildhaftes Beispiel von Flächennutzung in der Stadt bei gleichzeitiger Schaffung von modernem und flexiblem Wohneigentum.

Den fünften Preis erhielten die Bauherren Oliver Buddenberg und Inge Tauchmann für ihr Objekt in Düsseldorf, das beispielhaft aufzeigt, wie innerhalb einer dicht besiedelten Stadt ein eigenes Haus realisiert werden kann.

Für den 30. September 2003 hat die KfW in Berlin ein Symposium geplant, bei dem mit Architekten und Experten des Wohnungsbaus die aus dem Wettbewerb gewonnenen Erkenntnisse zum flexiblen Wohnen wie auch weitere aktuelle Themen behandelt werden. Der KfW-Award 2004 startet im Februar des kommenden Jahres.

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