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Stadthäuser locken zurück in die Stadt

(25.4.2003) Wohnen mitten in der Stadt: Freizeit-Angebote nutzen, gleichzeitig Raum für das Leben haben - das bleibt für viele ein Traum. Hohe Mieten oder Grundstückspreise und nicht nachfragegerechte Immobilienangebote führten in den letzten Jahren verstärkt zur Stadtflucht. Die LBS-Zukunftswerkstatt verfolgt mit dem Projekt "LBS-Stadthaus - im Zentrum zu Hause" das Ziel, Wohnen in der Stadt wieder attraktiv zu machen. Sechs Stadthaus-Modelle, entwickelt von den Professoren Walter Stamm-Teske und Klaus Theo Brenner, zeigen, dass urbane Lebensqualität und grüne Oasen auch in Ortszentren vereinbar sind. Eine Wander-Ausstellung in mehreren deutschen Städten präsentiert diese Modelle dem Fach- und Laienpublikum und soll zu weiteren Diskussionen anregen.


Viele berufstätige Paare und junge Familien wünschen sich die Vielfalt der Freizeit-, Kultur- und Einkaufsmöglichkeiten, die eine Großstadt bietet. Doch schlecht geschnittene Wohnungen und mangelnde oder zu teure Angebote für Wohneigentum drängen diese Klientel aus der Stadt. Hinzu kommen in vielen Zentren Verkehrs-, Kriminalitäts- und Rückzugsprobleme. Untersuchungen haben gezeigt: Viele würden sofort in die Stadt zurückkehren, wenn für sie (und ihre Kinder) diese Missstände wegfielen. Die Städte profitieren gleichermaßen:

  • weniger Pendler-Verkehr,
  • nach Geschäftsschluss bleibt die City lebendig, und
  • die Kommune erhält mehr Einnahmen.

Eine Chance zur Belebung der Innenstädte bieten die LBS-Stadthäuser. Das Studenten-Team vom Prof. Walter Stamm-Teske (Bauhaus-Universität Weimar) und dem Berliner Architekten Prof. Klaus Theo Brenner entwickelte Modelle, die städtisches Wohnen mit ländlicher Idylle vereinen. Zur Straßenseite zelebrieren die Häuser repräsentative Fassaden, die sich in das städtische Gesamtbild integrieren. Auf der Hausrückseite befinden sich Gärten, großzügige Balkone und Terrassen. Mit dieser "Zweigesichtigkeit" der Häuser wird dem Wunsch nach Individualität und Privatsphäre Rechnung getragen. Gleichzeitig nutzt eine kompakte Bauweise die Grundflächen optimal - es macht das Wohnen in der Stadt wieder finanzierbar.

Die Stadthäuser sind für alle geeignet - Singles, junge Paare, Familien und Mehrgenerationen-Wohngemeinschaften:

  • Das einfache Einfamilienhaus reicht über mehrere Etagen und vereint Wohnen und Arbeiten mitten in der Stadt.
  • Beim Atriumhaus werden zwei Häuser spiegelbildlich um einen kleinen gemeinsamen Innenhof gebaut - optimal für befreundete Familien oder Wohngemeinschaften.
  • Zwei kleine Wohnungen - übereinander aufgestellt - charakterisieren das gestapelte Einfamilienhaus.
  • Für Familien konzipiert: das Einfamilien-Gartenhaus. Es besteht aus einem Vorderhaus und einem Gartenhaus, verbunden durch einen Hof.
  • Im Zwillingshaus finden vier Haushalte Unterkunft: zwei Häuser mit einem gemeinsamen Eingang und je zwei separaten Wohnungen übereinander.
  • Mehrere großzügige Etagenwohnungen sind im Lofthaus "gestapelt" und über ein Treppenhaus mit Aufzug erschlossen - siehe Bild:

Alle Wohnungen sind architektonisch großzügig gestaltet und erfüllen den Wunsch nach Individualität.

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