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Sprinkleranlagen immer noch viel zu selten im Einsatz

(3.4.2003) Fast jedes zehnte der knapp 13.000 Hotels in Deutschland gerät im Laufe seines Betriebes einmal in Brand. Für alle führenden Hotels ist vorbeugender technischer Brandschutz deshalb längst eine Selbstverständlichkeit. Doch nicht überall kann sich der Gast wirklich sicher fühlen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt der Bundesverband Feuerlöschgeräte und -anlagen e.V. (bvfa) mit Sitz in Würzburg.

Das zeigt auch der direkte Vergleich mit den USA. Während in Deutschland jährlich rund 600 Tote zu beklagen sind, ist die Zahl der Brandopfer in den Vereinigten Staaten deutlich zurückgegangen. Das beweisen Langzeitstudien der National Fire Sprinkler Association (NFSA). Insbesondere in amerikanischen Hotels und Motels, die inzwischen fast alle mit Sprinkleranlagen ausgestattet sind, reduzierte sich danach die Zahl der Opfer um beachtliche 91%.

Für Brandschutzexperten ist das nicht weiter verwunderlich. Werden doch in den USA pro Einwohner und Jahr mehr als zehnmal so viele Sprinkler installiert wie bei uns. Das hat naturgemäß Auswirkungen auf den Sicherheitsstandard. Der bvfa setzt sich deshalb dafür ein, in der Öffentlichkeit und bei den Betreibern das Bewusstsein dafür zu schärfen.

Selbst der nachträgliche Einbau einer Sprinkleranlage ist ohne großen baulichen Aufwand durchzuführen und dürfte sich auf Dauer rechnen. Zum einen durch die beachtlichen Prämiennachlässe der Sachversicherer und zum anderen durch die damit verbundenen Wettbewerbsvorteile. Große Fluggesellschaften und viele internationale Konzerne z. B. bringen ihre Mitarbeiter grundsätzlich nur noch in solchen Hotels unter, die mit einer Sprinkleranlage ausgestattet sind.

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