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Zentralverband SHK sieht Chancen im selbstgemachten Konjunkturaufschwung

(1.4.2003) Die rund 50.000 SHK-Betriebe erwirtschafteten im Jahr 2002 mit fast 400.000 Beschäftigten inklusive der rund 50.000 Auszubildenden einen Umsatz von ca. 30 Mrd. Euro netto. Damit dokumentiert das SHK-Handwerk erneut seine hohe volkswirtschaftliche und beschäftigungspolitische Bedeutung.

Bruno Schliefke
ZVSHK-Präsident Bruno Schliefke beim "Klempnerfrühstück" im Rahmen der ISH
 

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit rückläufigen Tendenzen im Bereich der Baugenehmigungen führt auch in der SHK-Branche zu einer schlechten konjunkturellen Lage mit stagnierenden Umsätzen - so das Fazit der repräsentativen Konjunkturumfrage des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima für das 1. Halbjahr 2003. Es scheint so, als sei der Boden erreicht, denn immerhin beurteilen rund 45% der befragten Betriebe die gegenwärtige Geschäftslage als befriedigend. Allerdings sank der durchschnittliche Auftragsbestand weiter auf 4,5 Wochen und markiert damit einen Tiefststand seit sieben Jahren. Demzufolge erwartet die Mehrheit der befragten Betriebe für die zukünftige Geschäftslage keine Belebung und rechnet mit einem Umsatzrückgang von rund 5%. Ebenso sind 56% der befragten Betriebsinhaber der Auffassung, die Zahl der Beschäftigten werde im 2. Halbjahr 2003 gleich bleiben. Demgegenüber erwarten 39,7% der Befragten sinkende Beschäftigungszahlen. Nur 4,3% der befragten Betriebe rechnen mit einem Anstieg der Anzahl der Beschäftigten.

Aus den aktuellen Deregulierungsplänen der Bundesregierung sind keine Impulse für das SHK-Handwerk zu erwarten. Die Öffnung der Handwerksordnung schafft nicht mehr Arbeit, sondern gefährde qualifizierte Arbeitsplätze durch Absenkung der Qualitätsstandards im Handwerk. "Aus diesem Grund wird sich das SHK-Handwerk auf das eigene Potential und die organisationseigenen Weiterbildungsmaßnahmen konzentrieren sowie verstärkt versuchen das Modernisierungspotential von Heizungsanlagen und Bädern zu aktivieren", so Michael von Bock und Polach, Hauptgeschäftsführer des Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Schließlich wartet in Deutschland ein Bestand von etwa 12 Millionen veralteten Bädern und über 1 Millionen veralteten Heizungsanlagen dringend auf Bearbeitung. Pro SHK-Betrieb ergibt sich hier ein Umsatzpotential von über 2,5 Millionen Euro.

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