Redaktion  || < älter 2003/0242 jünger > >>|  

Forsa-Umfrage zur "ISH 2003" - Auszeit im Bad

(10.3.2003) Globalisierung hin, Mobilität her - die eigenen vier Wände gewinnen immer mehr an Bedeutung. Quer durch alle Schichten und Altersklassen soll deshalb auch im Bad individuelle Geborgenheit regieren. Wie stark dieser Wunsch bei den Bundesbürgern inzwischen ausgeprägt ist, beweist eine neue Untersuchung.

Kurz vor der "ISH 2003" führte das Forsa-Institut für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und die Messe Frankfurt eine repräsentative Blitzumfrage bei den Bundesbürgern ab 14 Jahren durch. Die Berliner Sozialforscher wollten u. a. wissen, ob die Aussage "Im Bad muss ich mich ganz und gar wohlfühlen" mehrheitsfähig ist. Und ob:

  • Für 75% der Bevölkerung (Frauen 80%, Männer 70%) trifft sie danach "voll und ganz",
  • für 23% immerhin noch "teilweise" zu.
  • Gerade einmal 2% können dem Bad als Wohlfühl-Zentrum nichts abgewinnen.

Zudem entwickelt sich der ehemalige reine Zweckraum vor allem bei jüngeren Menschen und in Mehrpersonen-Haushalten erkennbar zum Multifunktions-Zimmer. Insgesamt fand nämlich die gleiche Studie heraus,

  • dass eine Sauna (31%),
  • eine separate Sitzecke bzw. Ruhezone (21%) und
  • Fitnessgeräte (17%) zu den wichtigsten Ausstattungswünschen der Deutschen gehören.
  • Sogar für TV (9%), Minibar (6%) und einen PC mit Internet (4%) wird im Bad mehr Platz gebraucht.
  • Knapp auf Platz 1 dieses Rankings liegt mit der Waschmaschine (33%) aber noch eine "klassische Lebenshilfe".

Schließlich ermittelte Forsa, was die Deutschen im Bad am meisten ärgert. Klarer Spitzenreiter bei den Stress-Siegern ist Schmutz, der 25% der Bundesbürger nervt. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren war das "erst" bei 20% der Fall. Bemerkenswert: Inzwischen zeigt sich laut Forsa auch das "starke Geschlecht" hier erheblich mehr sensibilisiert als noch 2001. Die Reihenfolge der weiteren großen Frust-Garanten in deutschen Bädern:

  • Unordnung (8% nach 11%),
  • mangelnde Heizung/Lüftung (8% nach 4%),
  • Raumgröße (jeweils 6%) und
  • Wasserprobleme (5% nach 8%).

Zumindest ein Teil der ermittelten Störfaktoren lässt sich jedoch durch moderne Ausstattungen und Techniken beseitigen, trösten die VDS-Experten.

Ihre aktuelle Empfehlung: Wer wissen will, wohin im Bad die Design-, Technik- und Materialreise geht, sollte sich in diesem Jahr den 29. März freihalten. Dann nämlich öffne die "ISH" in Frankfurt am Main von 9.00 bis 18.00 Uhr ihre Tore für das private Publikum. In den Hallen 1 bis 4 des Messegeländes erwarte die Besucher die weltweit größte Bad-Ausstellung. Während der "eindrucksvollsten" Trend- und Neuheitenschau ihrer Art gebe es Innovationen und Ideen nonstop. Und das bei moderaten Eintrittspreisen, denn z. B. eine Familienkarte kostet nur 20 Euro - was die "Erlebniswelt Bad" in der hessischen Metropole zweifellos zu einem erschwinglichen Live-Vergnügen macht.

siehe auch:

ausgewählte weitere Meldungen: