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Broschüre zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Architekten und Ingenieure herausgegeben

(10.3.2003) Wie gefällt Ihnen diese Schlagzeile: "Keller unter Wasser! Pfusch am Bau?" Oder jene: "Gerüst umgestürzt! Trifft Architekt die Schuld?" Und gewiss möchten Sie diese Headline auch niemals über sich selbst lesen: "Baukosten massiv überschritten! Dilettantische Planer am Werk?"

Jeder Architekt, Ingenieur und Stadtplaner kann in die Schlagzeilen kommen, manchmal schneller, als ihm lieb ist. Davor ist niemand gefeit, denn Unfälle können passieren. Schäden, wie auch Pfusch durch andere Firmen, lassen sich auch bei sorgfältiger Planung und erfahrener Bauüberwachung nicht immer völlig ausschließen. Kommt die schlechte Nachricht dann der örtlichen Tageszeitung zu Ohren, schlimmer noch, der täglichen Sensationspresse, im Sommerloch gar, dann liest der gebeutelte Planer am nächsten Morgen zum Frühstück vielleicht eine der obigen Überschriften. Das schadet dem Image und das gefährdet den wirtschaftlichen Erfolg des Planungsbüros.

Wie können sich Architekten und Ingenieure vor solchen Schlagzeilen schützen? Die Antwort ist simpel, der Weg dahin weit: Schutz bietet auf Dauer nur regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit. Öffentlichkeitsarbeit, weithin immer noch mit Werbung verwechselt, setzt sich in mittleren und kleinen Architektur- und Ingenieurbüros nur langsam durch.

Empirische Untersuchungen aus der Wirtschaft zeigen: Unternehmen, die den Umgang mit den Medien pflegen, sind in der Regel erfolgreicher als Firmen, die sich gegenüber der Öffentlichkeit abschotten. Wer die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gezielt nutzt, wer zeigt, was hinter seinen Bürotüren passiert, der findet für seine Anliegen in Politik und Öffentlichkeit oft Unterstützung, zumindest aber Verständnis. Das gilt für jedes Unternehmen, auch für Architektur- und Ingenieurbüros, für kleinere, mittlere und großer.

Hinzu kommt noch ein Punkt: Das Thema Bauen geht alle Menschen an. Im nördlichen Mitteleuropa ist das Alltagsleben der Menschen ohne feste Häuser und innovative Haustechnik nicht denkbar. Weil Häuser außerdem sehr teuer sind und obendrein für viele Jahrzehnte Orts- und Landschaftsbild beeinflussen, ja sogar beschädigen können, stehen Planer immer in der Kritik. Sie haben sogar eine Bringschuld: Wer baut, der begibt sich damit in die Öffentlichkeit, der beeinflusst das Leben anderer. Folglich darf die Öffentlichkeit Qualität und Aufklärung erwarten. Dabei helfen gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Um freischaffende wie angestellte Planer mit den Grundzügen der Öffentlichkeitsarbeit vertraut zu machen, hat die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen Anfang diesen Jahres die Broschüre "pr.txt" zum Thema Öffentlichkeitsarbeit herausgegeben. Die Broschüre, von der Baufachredakteurin und TU-Diplomingenieurin Eva Reinhold-Postina geschrieben, dokumentiert die einzelnen Schritte der Öffentlichkeitsarbeit, erklärt detailliert, was Besitzer kleiner und mittlerer Büros tun können, um Kontakte zur Presse herzustellen und zu pflegen.

Konkrete Beispiele erläutern den Aufbau einer Pressemitteilung für die Tageszeitung, das Fachblatt oder das Internet. Checklisten helfen bei der Organisation von Pressekonferenzen oder der Zusammenstellung eines funktionierenden Verteilers. Einzelne Kapitel beschäftigen sich mit den Themen Hintergrundgespräche, Krisen-PR, Berichtigungen, Gegendarstellung und Leserbriefe.

Die Broschüre "pr.txt - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Architekten und Stadtplaner" ist als Band 19 im Rahmen der Schriftenreihe erschienen und kann direkt bei der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen bestellt werden.

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