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1,6 Milliarden Fassadenquadratmetern fehlt ausreichender Wärmeschutz

(10.2.2003) In Deutschland haben zwei Drittel aller 37 Millionen Wohneinheiten keinen ausreichenden Wärmeschutz und belasten deswegen die Umwelt durch zu hohen Heizenergieverbrauch. Hierbei handelt es sich um Altbauten, die vor 1984 erstellt wurden. Ein großer Teil davon findet sich in Wohnsiedlungen, die in den 50er bis 80er Jahren entstanden.

Die Wohnungsbaugesellschaften haben dementsprechend viel für die energetische Modernisierung des Bestandes zu tun. Dabei werden in erster Linie Wärmedämm-Verbundsysteme (WDV-Systeme) eingesetzt, die sich direkt auf den Fassadenflächen anbringen lassen. Sie verhindern das ausufernde Abfließen der teuren und klimaschädlichen Heizenergien an die Atmosphäre. Durchschnittlich werden durch die Gebäudemodernisierung mit WDV-Systemen neun Liter Heizöl im Jahre pro Quadratmeter Fassade eingespart. Zurzeit bewähren sich diese Werkstoff-Systeme auf rund 550 Millionen Quadratmetern - und das Jahr für Jahr aufs neue. Es ist aber immer noch viel umweltschützende Fachhandwerksarbeit zu leisten, da rund 22 Millionen Wohneinheiten einen ungenügenden Wärmeschutz aufweisen.

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